Hochmut kommt vor dem Fall: Salzburgs Traum vom Double platzt völlig verdient
- Frust und Ratlosigkeit nach Aus gegen Mattersburg
- "Waren uns zu sicher": Trapattoni sauer aufs Team
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"In der Kabine ging es etwas rustikal zur Sache"
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Der Traum vom Double ist für die Startruppe von Red Bull Salzburg brutal geplatzt. Das 2:3 n.V. nach sicherer 2:0-Führung gegen den SV Mattersburg bedeutete gleichzeitig die erste Heimpleite auf dem Salzburger Kunstrasen in der Ära von Giovanni Trapattoni und Lothar Matthäus. Die letzte Heimniederlage der "Bullen" hatte es am 6. Mai 2006 mit einem 1:2 gegen Pasching gegeben.
Die Analyse von Matthäus fiel dementsprechend hart aus: "Wir haben nach der Pause aufgehört zu kämpfen und Fußball zu spielen. Bei einigen Spielern waren der nötige Wille und die nötige Konzentration nicht mehr da. Und dafür hat es die verdiente Strafe gegeben. In der zweiten Hälfte war nur mehr eine Mannschaft auf dem Platz, nämlich Mattersburg. Wir dürfen deshalb nicht einmal enttäuscht sein, denn wir haben verdient verloren." Die Teilnahme am Cupfinale am 1. Mai und somit die Double-Chance sei damit "leichtfertig verspielt" worden.
"Waren uns zu sicher"
Dabei habe man die Mannschaft, die nach nicht einmal einer halben Stunde 2:0 geführt hatte, in der Pause eindringlich gewarnt. "Doch die Ansprache ist anscheinend in der Kabine geblieben. Spiele im Vorbeigehen zu gewinnen, das geht nirgends auf der Welt", war der Deutsche stinksauer.
Auch "Maestro" Trapattoni gratulierte seinem Gegenüber Franz Lederer sportlich fair: "Mattersburg hat verdient gewonnen. Wir waren uns der Sache einfach zu sicher."
Niko Kovac hatte ausgerechnet vor dieser Partie einen Spruch aus seiner Bayern-München-Zeit hervorgekramt: "Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss."
Salzburger vergessen auf den Einsatz
Ein bitterer "Abwurf" war 24 Stunden später die Folge. Das glückliche 2:2 gegen Rapid war für die konditionell nicht wirklich auf der Höhe wirkenden Salzburger anscheinend nicht Warnung genug. "Schon gegen Rapid hatte 70 Minuten lang das Engagement gefehlt", so Matthäus.
Markus Steinhöfer war einer der wenigen Salzburger, die gegen Mattersburg halbwegs entsprachen. Der 20-jährige Deutsche war nach der verpassten Chance am Boden zerstört: "Eine Titelchance so herzugeben, ist sehr enttäuschend. Ich habe keine Erklärung, warum wir spielerisch und kämpferisch derart den Faden verloren haben."
(apa/red)
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