Montag, 2. April 2007

Steht Premiere bald ohne Bundesliga da? Keine Einigung im Tauziehen um TV-Rechte

  • Angebot abgelaufen - Verlängerung wackelt gewaltig
  • Premiere: "Der Ball liegt nun bei der Bundesliga"

Eine ungewisse Zukunft herrscht bei der Vergabe der Pay-TV-Rechte für die Übertragung der österreichischen Bundesliga. Der TV-Sender "Premiere" und die Bundesliga einigten sich bis Ablauf der Frist nicht um eine Verlängerung des mit Ende der Saison 2006/07 auslaufenden Drei-Jahres-Vertrages. Premiere Österreich hatte es in den vergangenen Jahren trotz 160.000 neuen Abonnenten nicht in die Gewinnzone geschafft.

"Fakt ist, dass unser Angebot abgelaufen ist. Nun liegt der Ball bei der Liga", meinte Premiere-Austria-Pressesprecher Alexander Winheim. Details zu dem Deal wollte er nicht bekannt geben, da der Sender im laufenden Bieterverfahren keine Stellungnahme abgeben dürfe. Auch von Seiten der Bundesliga war man vorerst zu keiner öffentlichen Stellungnahme bereit.

Die aktuellen Rechte waren im Jahr 2004 für drei Saisonen um 42 Millionen Euro exklusiv an Premiere vergeben worden. Der Pay-TV-Sender holte sich als Kooperationspartner ATV ins Boot, wechselte aber Mitte Oktober 2006 zum ORF als Partner für frei empfangbares Fernsehen.

Der ORF hatte sich Anfang März um kolportierte 8,5 Mio. Euro auch die Free-TV-Rechte für die kommenden drei Jahre gesichert. ATV hatte klar gestellt, dass man sich um keines der Bundesliga-Pakete bemüht habe.

(apa/red)

2.4.2007 13:13