Für Alonso Ferrari in Malaysia Favorit: Dennoch Hoffnung McLarens aufzuschließen
- Verbot flexibler Unterböden mögliche kleine Chance
- Todt: Räikkönens fehlende Schumacher-Eurphorie ok
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Wer ist für sie der Favorit auf den Weltmeistertitel?
Weltmeister Fernando Alonso hofft, dass McLaren beim zweiten Saison-GP in Malaysia zu Ferrari aufschließen kann. Ob das Quasi-Verbot der flexiblen Unterböden die Lücke zu den dominierenden Italienern kleiner machen wird, wagt der Spanier noch nicht zu beurteilen. "Wenn Ferrari dadurch einen Vorteil hatte, könnte es gut für uns sein. Aber es wird keinen Unterschied wie Tag und Nacht ausmachen", sagte Alonso drei Tage vor dem Rennen.
Für Alonso ist es nichts Neues, dass Ferrari zu Saisonbeginn stärker als alle anderen Teams ist. "Das überrascht wirklich niemanden, denn bei Ferrari herrscht große Kontinuität", sagte der 25-jährige Doppel-Weltmeister. Fakt sei: "In Australien waren wir sieben bis acht Zehntel hinten. Diese Lücke müssen wir schließen. Aber derzeit können wir aus eigener Kraft sicher noch nicht Rennen gewinnen. Ferrari ist auch in Malaysia Favorit!"
Dass er mit seinem jungen Kollegen Lewis Hamilton starke Konkurrenz im eigenen Team hat, kratzt Alonso hingegen nicht. "Wir wussten alle, dass er sehr schnell ist. Ich kämpfe vorrangig nicht gegen ihn, sondern mit ihm gegen den Rest."
Schumacher als "Berater"
Bei Ferrari hat der Immer-Noch-Teamchef Jean Todt unterdessen dementiert, dass es zwischen seinem neuen Siegfahrer Kimi Räikkönen und Vorgänger Michael Schumacher atmosphärische Störungen gebe. Laut Todt sei es verständlich, dass der finnische Neuzugang über Schumacher nicht so euphorisch rede wie dessen ehemaliger brasilianischer Teamkollege Felipe Massa. "Deswegen haben sie aber trotzdem eine sehr gute Beziehung und sehr viel Respekt füreinander." Schumachers neue Rolle bei Ferrari definierte Todt als "Berater".
Für Verwirrung hatte freilich der 61-jährige Vorstands-Vorsitzende Todt in Melbourne selbst durch seine innige Umarmung von Sieger Räikkönen gesorgt. Diese Zuneigung, so dachte man zumindest, seien dem angeblich engen Freund Michael Schumacher exklusiv vorbehalten gewesen. Auch Formel-1-Legende Niki Lauda war damals als Augenzeuge deshalb "irritiert" gewesen.
Es ist ein offenes Geheimnis, dass Räikkönen keinen Einsager braucht und will - auch nicht, wenn dieser Michael Schumacher heißt.
(apa/red)
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