Noch nicht genug vom Ski-Sport: Michael Walchhofer setzt seine Karriere doch fort
- Will bei Ski-WM in Val d'Isere noch dabei sein
- "Fürs Karriere-Ende fühle ich mich noch zu jung"
·STECKBRIEF: Michael Walchhofer im Porträt
Weltmeister, Olympia-Zweiter & Weltcup-Sieger
Die österreichischen Ski-Fans werden auch in den kommenden beiden Wintern bei Fahrten von Ex-Weltmeister Michael Walchhofer mitfiebern. Der Salzburger gab bei einem Fest zu seinen Ehren in Altenmarkt-Zauchensee bekannt, zumindest bis zu den Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isere weiter zu fahren. Auch Olympia 2010 in Salt Lake City ist für den Hotelier noch ein Thema.
Dabei wird Walchhofer aber sein Hauptaugenmerk im Gegensatz zu bisher auf Abfahrt und Super G legen. "Fürs Karriere-Ende fühle ich mich noch zu jung", meinte der 31-Jährige mit einem Schmunzeln. Tatsächlich gehörte er im abgelaufenen Weltcup-Winter nach wie vor zu den Schnellsten und stellte dies mit dem Doppelsieg in Bormio unter Beweis.
"Ich bin weiter in der Lage, Rennen zu gewinnen. Es wäre schade, so aufzuhören", betonte der Ski-Star aus Zauchensee. Dabei war Walchhofer im März 2006 noch davon ausgegangen, seine letzte Saison zu bestreiten - "ein Gedanke, den ich immer mehr verdrängt habe". Im Verlauf des Winters sei der Entschluss gereift, die Karriere doch fortzusetzen.
Unmittelbar nach dem schweren Sturz in der ersten Garmischer Abfahrt, auf dem Weg ins Spital, wurde es dann zur Gewissheit, "dass das dort nicht mein letztes Rennen gewesen sein kann". "Nach der Saison wollte ich etwas Abstand gewinnen, die Entscheidung nicht übereilt bekannt geben und mir alles reiflich überlegen", erklärte Walchhofer, der sich nun vornimmt, "mindestens bis zum nächsten Großereignis" - also bis zur WM 2009 in Val d'Isere - an der Spitze mitzumischen.
"Auch Olympia 2010 in Vancouver habe ich im Kopf - das steht aber nicht im Vordergrund", sagte Walchhofer. Auch die Unterstützung seiner Familie ist ihm weiterhin gewiss. "Die Entscheidung musste ich allerdings allein fällen. Wenn ich grantig daheim vor dem Fernseher sitzen würde, um mir die Rennen anzuschauen, hätten meine Frau und die Kinder auch nichts davon ...", erläuterte der Ex-Weltmeister.
Seine volle Konzentration gilt künftig aber ganz Abfahrt und Super G. "Der Riesentorlauf ist vorläufig kein Thema mehr", bekräftigte der Speed-Spezialist, dem der "Geschwindigkeitsrausch" noch immer Riesenfreude macht. "Es steht einem als Skirennläufer nur kurze Zeit zur Verfügung. Und die Chance, vorne mitzufahren, Rennen zu gewinnen, macht unheimlich Spaß. Das bildet weiter den großen Reiz und die Herausforderung."
(apa/red)
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