Mittwoch, 4. April 2007

Golf-Elite trifft sich in Augusta: Woods und
Mickelson als große Favoriten beim Masters

  • Zweitlängster Major-Kurs der Geschichte aufgebaut
  • Woods will 13. Major-Titel und 5. Erfolg in Augusta

Für das erste Golf-Major-Turnier der Saison kündigt sich ein hochklassiges Duell an: Der vierfache Gewinner Tiger Woods und Vorjahressieger Phil Mickelson (beide USA) greifen nach dem Sieg im 71. Masters bis Sonntag im Augusta National Golf Club. Der Par-72-Kurs ist zum zweitlängsten Platz in der Geschichte der Major-Turniere ausgebaut worden.

Seit 2001 hat sich neben Woods (31) und Mickelson (36) nur der Kanadier Mike Weir (2003) in die Siegerliste des jüngsten, aber Prestige trächtigsten Majors eingetragen. Woods siegte 2001, 2002 und 2005 (und davor schon bei seiner Major-Premiere 1997), Mickelson 2004 und 2006. Den erwarteten Zweikampf sprengen könnten am ehesten Ernie Els und der Weltranglisten-Zweite Jim Furyk (USA). Dem stark aufspielenden Südafrikaner Els fehlt ein Masters-Sieg, er war zweimal Zweiter. Seine drei großen Siege errang Els bei den US Open (1994, 1997) und den British Open (2002).

Mit vier Masters-Triumphen steht Woods auf einer Stufe mit Arnold Palmer, erfolgreicher war nur der sechsfache Gewinner Jack Nicklaus. Auch bei der Gesamtzahl der Major-Siege ist der aktuelle Weltranglisten-Erste auf der Jagd nach einem Nicklaus-Rekord. Der "Goldene Bär" hat 18 Major-Siege gefeiert, Woods hält bei 12. Nicklaus und Palmer hatten einander in den sechziger Jahren ähnlich faszinierende Duelle geliefert.

Die Ergebnisse der vergangenen neun Monate machen allerdings Tiger Woods zum Favoriten im Kampf um das begehrte "Grüne Jackett". Der unangefochtene Spitzenreiter der Weltrangliste hat 2007 bei nur vier Starts schon zweimal auf der US PGA Tour gewonnen. Über den Jahreswechsel stellte er mit sieben Erfolgen eine persönliche Rekordserie auf der US-Tour auf. Mickelson musste nach einigen Rückschlägen zuletzt erst wieder Selbstvertrauen tanken.

Zweitlängster Major-Kurs der Geschichte
Woods könnte in Augusta den zweiten "Tiger Slam" zu drei Vierteln vollenden. 2006 hatte er die Titel bei den British Open (im Juli) und beim US PGA Championship (im August) eingespielt, das US-Masters wäre der dritte Major-Erfolg in Serie. In den Jahren 2000 (US Open, British Open, US PGA Championship) und 2001 (Masters) hatte Woods zum ersten Mal alle Majors nacheinander gewonnen, wenn auch nicht in einer Saison.

Die Verlängerung des Platzes auf 6.820 Meter dürfte Woods ebenso entgegenkommen wie dem dreifachen Major-Sieger Mickelson. Beide gehören zu den "Longhittern". Das 71. Masters wird aber nicht nur durch die Länge der Schläge entschieden, sondern durch die Präzision im Putten.

Der bisher letzte Masters-Sieg eines Europäers (Jose Maria Olazabal/Spanien) liegt schon sieben Jahre zurück. Der Schwede Henrik Stenson scheint am ehesten befähigt zu sein, diese Durststrecke zu beenden.

(apa/red)

4.4.2007 12:41