Mittwoch, 4. April 2007

Argentinien unter Schock: Ex-Fußballprofi Maradona leidet unter akuter Hepatitis!

  • Fußball-Idol muss zwei Wochen im Bett bleiben
  • Trink- und Fresssucht macht Superstar todkrank

Ärzte haben Gerüchte um Selbstmordabsichten des früheren argentinischen Fußballstars Diego Maradona dementiert. "Eine zwanghafte oder suchtkranke Persönlichkeit kann zwar dazu führen, dass der Patient an einer Gesundung nicht interessiert ist, aber das ist noch keine Suizid-Absicht", sagte Hector Pezzella, der medizinische Leiter der Klinik Güemes, in der Maradona wegen Alkoholexzessen behandelt wird. Sein Patient mache bei der Entgiftung "gute Fortschritte", sagte der Leibarzt des Ex-Fußballers, Alfredo Cahe.

Der argentinische Journalist und Mitautor des autobiografischen Buches "Soy el Diego" (Ich bin der Diego), Ernesto Cherquis Bialo, hatte in einem Interview von einer Suizidgefahr bei Maradona gesprochen. Nach anderen Informationen soll Maradona auch versucht haben, durch ein Fenster aus dem Krankenhaus in Buenos Aires zu fliehen.

Nach Angaben seiner Ärzte stand der 46-Jährige jedoch unter dem Einfluss von Beruhigungsmitteln. Der brasilianische Ex-Fußballstar Pele sagte unterdessen, er bete, dass Maradona bald genese.

Maradona hatte nach Auskunft seines Leibarztes in den vergangenen Monaten so stark getrunken, dass er nun an einer Alkohol-Hepatitis leide. Er müsse noch mindestens zwei Wochen im Krankenhaus bleiben. Die Leberentzündung kann leicht zu einer Zirrhose werden, einer meist nicht mehr rückgängig zu machenden, schweren Schädigung des Organs.

Der früher kokainabhängige und schwer übergewichtige Maradona hatte sich vor einigen Jahren bereits einer Drogentherapie und einer Operation zur Magenverkleinerung unterzogen. Danach erholte sich der Weltmeister von 1986 erstaunlich schnell und speckte etwa 50 Kilogramm ab. Cahe betonte nun, Maradona habe inzwischen aber wieder viel zu viel Alkohol getrunken, geraucht und gegessen.

(apa/red)

4.4.2007 11:37