Zwei Wochen vor Wahl: Sarkozy wegen Äußerungen über Pädophile unter Beschuss
- Mensch könne als Pädophiler geboren werden
- Konkurrenten Royal und Bayrou zeigen sich empört
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In Frankreich hat der konservative Präsidentschaftskandidat Nicolas Sarkozy mit Äußerungen über Pädophile massive Kritik auf sich gezogen. Sarkozy, der jüngsten Umfragen zufolge einen komfortablen Vorsprung auf seine Hauptkonkurrenten hat, sagte der aktuellen Ausgabe des Magazins "Philosophie", er neige dazu anzunehmen, dass ein Mensch als Pädophiler geboren werden könne.
Seine größte Rivalin, die Sozialistin Segolene Royal, bezeichnete die Äußerungen als empörend. Der Zentrumskandidat Francois Bayrou fragte im Fernsehsender France 3: "Wenn Sarkozy so weit geht und sagt, dass ein Baby von Geburt an verdammt zur Perversion sein kann, in welcher Gesellschaft leben wir dann?".
Auch der Pariser Erzbischof Andre Vingt-Trois kritisierte die Äußerungen Sarkozys. Für ihn sei die Vorstellung besonders ernst, dass der Lauf des Schicksals nicht beeinflussbar sei.
Einer Umfrage des Instituts Ifop konnte Sarkozy in der vergangenen Woche seinen Vorsprung auf Royal um drei Prozentpunkte ausbauen. Demnach käme er bei der Wahl am 22. April auf 29,5 Prozent der Stimmen, Royal auf 22 Prozent. Bayrou verschlechterte sich leicht auf 19 Prozent. Der rechtsextreme Kandidat Jean-Marie Le Pen blieb unverändert bei 14 Prozent. Sollte sich keiner der zwölf Kandidaten in der ersten Wahlrunde eine ausreichende Mehrheit erkämpfen, ziehen die beiden Erstplatzierten in eine Stichwahl am 6. Mai.
(apa/red)
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