Schwerste Gefechte seit November: Israels Luftwaffe greift Militante im Gaza-Streifen an
- Ein militanter Palästinenser bei Luftschlag getötet
Bei einem Angriff der israelischen Luftwaffe sind im Gaza-Streifen ein militanter Palästinenser getötet und zwei weitere verletzt worden. Die israelischen Streitkräfte begründeten den Luftangriff mit "verdächtigen Bewegungen" im Grenzgebiet. Die "Demokratische Front für die Befreiung Palästinas" (DFLP) erklärte, die Männer seien zum Zeitpunkt des israelischen Kampfhubschrauberangriffs "auf einer heiligen Mission" gewesen.
Der israelische Verteidigungsminister Amir Perez hatte begrenzte Militäraktionen im Gaza-Streifen zuvor genehmigt. Die Regierung werde keine Wiederbewaffnung militanter palästinensischer Gruppen zulassen, hatte er gesagt. Erstmals seit mehr als vier Monaten war die israelische Armee in den vergangenen Tagen ungeachtet einer vereinbarten Waffenruhe wieder in den nördlichen Gaza-Streifen vorgestoßen.
Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas hatte erklärt, der in den Gaza-Streifen entführte israelische Soldat Gilad Shalit werde "bald" freigelassen. Der Israeli war am 25. Juni vergangenen Jahres von Mitgliedern dreier militanter Gruppen, darunter der militärische Arm der Hamas "Brigaden Ezzedin al-Kassam", gefangen genommen worden. Die radikalen "Volkswiderstandskomitees" hatten erklärt, Shalit werde freigelassen, wenn Israel mehr als tausend palästinensische Häftlinge freilasse. Ministerpräsident Ismail Haniyeh von der Hamas kündigte eine Sondersitzung seines Kabinetts an. Dabei solle ein neuer Sicherheitsplan debattiert werden. (APA/red)
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