Papst spendet "Urbi et Orbi": Benedikt XVI. zeigt sich tief besorgt über Elend und Kriege
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Osterhase ist aber erst seit 20. Jhd. im Einsatz

Papst Benedikt XVI. hat in seiner diesjährigen Osterbotschaft das Leid unzähliger Menschen in aller Welt angeprangert. Vor zehntausenden Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom erinnerte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Ostersonntag insbesondere an die blutigen Konflikte in Afghanistan, dem Irak, der sudanesischen Darfur-Region, Somalia und der Demokratischen Republik Kongo. Dabei beklagte er Terrorismus, Entführungen und Menschenrechtsverletzungen, die zu Unrecht mitunter im Namen der Religion gerechtfertigt würden. Anschließend erteilte er den traditionellen Segen "Urbi et Orbi" (der Stadt und dem Erdkreis).
"Wie viele Wunden, wie viele Schmerzen erleidet die Welt!" rief Benedikt XVI. Besonders schlimm sei es, wenn unschuldige Menschen wie kleine Kinder Opfer von Krieg, Terrorismus, Krankheit und Hunger würden. Die Menschheit erwarte von den Christen ein "neuerliches Zeugnis der Auferstehung Christi". Der Glaube werde durch das Böse auf eine "harte Probe gestellt", sagte der Papst. In dieser Situation gelte es, das "wahre Angesicht Gottes" zu entdecken, "das Angesicht eines Gottes, der in Christus die Qualen der verwundeten Menschheit auf sich genommen hat (...) Er hat uns als Weg zum Frieden und zur Freude die Liebe hinterlassen, die den Tod nicht fürchtet." Ins Gebet schloss er die Opfer von Naturkatastrophen auf den Salomonen, in Madagaskar, Lateinamerika und anderen Regionen der Erde ein.
Nach seiner Osterbotschaft richtete Benedikt Grüße in 62 Sprachen an die Gläubigen. Auf Deutsch sagte er: "Euch allen ein gesegnetes und frohes Osterfest. Der Friede und die Freude des auferstandenen Herrn sei mit euch." Fernsehstationen aus 67 Ländern übertrugen die Messe über Satellit in alle Welt. Am 16. April wird der Papst 80 Jahre alt, drei Tage später (19. April) jährt sich zum zweiten Mal der Tag der Wahl von Joseph Ratzinger zum Nachfolger von Johannes Paul II. Mit rund einer halben Million Touristen meldete Rom zu Ostern einen Besucherrekord. Ein weiterer Ansturm wird am nächsten Sonntag erwartet.
Während des Kreuzwegs am Karfreitag hatte der Papst an das Leiden der Frauen in Vergangenheit und Gegenwart erinnert. Die katholische Kirche gedachte dabei erniedrigter, vergewaltigter, ausgegrenzter und unwürdigen Stammespraktiken unterworfener Frauen sowie der Frauen in Kriegsgebieten.(apa/red)
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