50.000 an Serben-Enklave: Autor Handke reist zu Ostern nach Velika Hoca im Kosovo
- Alternativer Heine-Preis kommt Dorfeinwohnern zu
- Auch Peymann nimmt heute an Kosovo-Reise teil
·Kosovo Parlament für
Ahtisaaris Vorschlag
"Vetevendosja"-Proteste vor Parlamentsgebäude
Der österreichische Autor Peter Handke wird zusammen mit dem Intendanten des Berliner Ensembles Claus Peymann in den Kosovo reisen, wo er den Einwohnern der Serben-Enklave Velika Hoca den im Februar erhaltenen alternativen Heine-Preis in der Höhe von 50.000 Euro übergeben wird, meldeten Belgrader Medien. Die in dem Dorf im Südwest-Kosovo lebenden Serben sind seit Ende des Krieges im Juni 1999 meist auf Sozialhilfe und geringe landwirtschaftliche Erträge angewiesen.
Eine bereits beschlossene Ehrung Handkes mit dem Düsseldorfer Heine-Preis war im Vorjahr vom Stadtrat wegen des Eintretens des Autors für die serbische Politik und seiner Teilnahme an der Beerdigung des früheren jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic im März 2006, der wegen Kriegsverbrechen angeklagt war, wieder in Frage gestellt worden. Nach den politischen Auseinandersetzungen, die sich um seine Person entsponnen hatten, hatte Handke auf die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung verzichtet.
Eine Gruppe von deutschen Schauspielern und Publizisten startete darauf hin eine Initiative zur Verleihung eines "Berliner Heinrich-Heine-Preises für Peter Handke". Mehr als 500 Unterstützer haben dann gemeinsam das Preisgeld aufgebracht. (apa)
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