Freitag, 6. April 2007

Thai brachte Kaution auf: Mutmaßlicher Mörder von 4-Jährigem Burgenländer frei

  • Außenministerium drängt auf erneute Festnahme

Jener Thai, der verdächtigt wird, Mitte März auf Koh Samui einen vierjährigen Burgenländer getötet zu haben, ist gegen Kaution freigelassen worden. Verwandte und ein Anwalt hinterlegten umgerechnet rund 8.000 Euro an Kaution, teilte die Familie des ermordeten Buben mit. Das Außenministerium ersuchte Thailand, den Mann "so schnell wie möglich" wieder zu inhaftieren.

Über die Nachricht, dass der mutmaßliche Mörder seines Sohnes nun wieder frei ist, zeigte sich der Burgenländer "erschrocken". "Wir wollen natürlich alles daran setzen, dass er wieder festgenommen wird. Ich hoffe das stark", sagte der Mann gegenüber der APA. Auch die Familie seiner Gattin in Thailand versucht, Druck auf die Behörden auszuüben.

Zuletzt berichtete der Vater des getöten Kindes, dass der mutmaßliche Täter in Haft genommen wurde. Er befürchtete bereits, dass der Verdächtige durch Bestechung oder gegen Kaution freikommen könnte.

Bei dem brutalen Überfall Mitte März im Ferienhaus des Burgenländers auf Koh Samui wurde dem Kind die Kehle durchgeschnitten. Als Hintergrund für die Tat wurde ein Racheakt angenommen. Auch die thailändische Ehefrau, das Paar ist seit sechs Jahren verheiratet, wurde dabei schwer verletzt. Sie kam am Dienstag dieser Woche nach Österreich und ist auf dem Weg der Besserung.

Laut Außenministerium sei es üblich, Verhaftete anlässlich der bevorstehenden thailändischen Neujahrsfeiern gegen Kaution frei zu lassen. Im Interesse der betroffenen Familie ersuche man nun "nachdrücklich", dass der Verdächtige wieder inhaftiert werde.

(apa/red)

6.4.2007 12:28