Raketenabwehrschild in Osteuropa: Allianz zwischen USA und Russland ist nun denkbar
- System könnte jetzt auch Teile Russlands schützen
- Weitere Möglichkeit: Austausch von aktuellen Daten
·US-Raketenabwehr: Tschechien verhandelt
Topolanek: Gespräche über Radaranlage geplant
·US-Raketenabwehr: Mögliche Standorte
Ein Ort schon fixiert, vier weitere werden diskutiert
Die USA erwägen eine Zusammenarbeit mit Russland, um den Streit über die US-Pläne für einen Raketenabwehrschild in Osteuropa zu lösen. Die USA könnten anbieten, mit dem Abwehrschirm auch Teile Russlands zu schützen, welche die russische Raketenabwehr nicht abdecke, sagte der Staatssekretär im US -Verteidigungsministerium, Edelman, in Washington.
Eine andere Möglichkeit könnte der Austausch von Daten sein, die von den in Polen und Tschechien geplanten Stützpunkten des Abwehrschilds erfasst würden. "Wenn wir ihnen helfen können, sich selbst gegen die gleichen Bedrohungen zu schützen, sind wir froh, dies zu tun", sagte Edelman. Beide Seiten wollten bald Gespräche über eine Zusammenarbeit in der Raketenabwehr aufnehmen.
Die USA wollen in Polen und Tschechien Teile eines Abwehr-Systems stationieren, das Raketenangriffe aus dem Iran oder Nordkorea vereiteln soll. Russland kritisiert die Pläne und sieht darin einen Eingriff in seinen Einflussbereich.
Regierungsvertreter in Moskau erklärten zudem, das Waffensystem könne auch zu einem Angriff auf Russland genutzt werden. Aus Frankreich und Deutschland wurden Bedenken laut, das Raketenabwehrschild könne zu einem neuen Wettrüsten führen.
(apa/red)
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