Sri Lankas Militär hat angeblich 23 Rebellen
getötet: Stellungen im Osten eingenommen
- Keine Äußerungen der tamilischen Rebellen
- Vereinbarter Waffenstillstand existiert nur am Papier
Die srilankesischen Regierungstruppen haben eigenen Angaben zufolge bei erneuten Kämpfen im Osten des Landes 23 tamilische Rebellen getötet. Zudem habe das Militär in der Nacht vier Stellungen der Rebellen eingenommen, ohne auf Widerstand zu treffen. Von den Rebellen äußerte sich zunächst niemand.
Der Konflikt in dem südasiatischen Land hatte sich in den vergangenen Tagen verschärft. Bei einem Bombenanschlag auf einen mit Zivilisten besetzten Bus wurden im Osten des Inselstaates 16 Menschen getötet, die meisten davon Frauen und Kinder. Die Regierung sprach von einem "feigen Terroranschlag" und beschuldigte die tamilischen Rebellen des Angriffs. Diese wiesen die Vorwürfe jedoch zurück.
Die Rebellengruppe Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) kämpft für einen eigenen Staat bzw. eine Autonomie im Norden und Osten Sri Lankas. 2002 vereinbarten Regierung und Rebellen einen Waffenstillstand, der mittlerweile nur noch auf dem Papier besteht. Zuletzt hatten beide Seiten ihre Angriffe verstärkt. Seit 1983 sind in dem Konflikt etwa 68.000 Menschen ums Leben gekommen.
(apa/red)
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