Ex-FBI-Agent wird im Iran vermisst: Mann hat sich seit Wochen nicht mehr gemeldet
- Offenbar keine Verbindung zu politischen Spannungen
- Vermisster hat mehr als 10 Jahre für FBI gearbeitet
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Im Iran wird ein Ex-FBI-Agent vermisst. Der Mann sei geschäftlich im Iran gewesen und habe sich seit mehreren Wochen nicht mehr bei seiner Familie und seinem Arbeitgeber gemeldet, hieß es aus Washington. Die USA hätten über Schweizer Diplomaten den Iran um Informationen gebeten. Seit der Besetzung der US-Botschaft in Teheran 1979 unterhalten die USA keine diplomatischen Beziehungen zum Iran.
Offenbar handle es sich bei dem im Iran Vermissten um einen Mitarbeiter eines unabhängigen Medienproduzenten, der Interviews führen wollte. Er sei auf der Insel Kish vor der südlichen Küste des Landes verschwunden. Nähere Angaben zur vermissten Person wollte das US-Außenministerium aus Gründen der Privatsphäre des Mannes und seiner Familie nicht machen.
Eine Verbindung zu den politischen Spannungen zwischen Washington und Teheran gebe es nicht, sagte McCormack. Das ohnehin gespannte Verhältnis zwischen den beiden Regierungen wird von dem Streit über das iranische Atomprogramm und der Gefangennahme britischer Soldaten durch den Iran zusätzlich belastet.
Das FBI erklärte, der Vermisste habe mehr als zehn Jahre für die Bundespolizei gearbeitet. Er sei aber nicht im Auftrag der Behörde im Iran. Auch seine frühere Arbeit habe nichts mit dem Land, sondern vielmehr mit dem Kampf gegen das organisierte Verbrechen zu tun gehabt. Es gebe keinen Anhaltspunkt dafür, dass der Fall eine politische Dimension habe und über den einer normalen Vermisstenmeldung hinausgehe.
(apa)
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