Anschläge und Kämpfe in Sri Lanka: Mehr als 30 Menschen sind ums Leben gekommen
- Gefechten zwischen Rebellen und Regierungstruppen
Bei Kämpfen und einem Anschlag auf Zivilisten in Sri Lanka sind nach Militärangaben mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen. Bei der Explosion einer Bombe in der Nähe eines Armeelagers seien mindestens 14 Zivilisten getötet worden, hieß es in Colombo. Die Regierungstruppen verdächtigten die tamilischen Rebellen des Angriffs.
Bei Gefechten zwischen Rebellen und Regierungstruppen im Norden und Osten des Landes kamen mindestens 17 Menschen ums Leben, teilte das Militär mit. Beide Seiten hatten sich zuvor gegenseitig beschuldigt, sechs Zivilisten erschossen zu haben, die vom Tsunami im Jahr 2004 zerstörte Häuser wieder aufbauten.
Die "Befreiungstiger von Tamil Eelam" (LTTE) kämpfen für einen eigenen tamilischen Staat im Norden und Osten Sri Lankas. Sie hatten zuletzt vor einer Eskalation des Konflikts gewarnt. Sollte sich die Regierung nicht an die bestehende Waffenruhevereinbarung halten, drohten der Insel "große Tragödien". 2002 vereinbarten Regierung und Rebellen einen Waffenstillstand, der mittlerweile jedoch nur noch auf dem Papier besteht. Zuletzt hatten beide Seiten ihre Angriffe verstärkt. Seit 1983 sind in dem Konflikt etwa 68.000 Menschen ums Leben gekommen.
(apa/red)
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