Der große Österreich-Atlas von FORMAT:
Wie viel wir verdienen, wohin wir reisen...
- So lebt Österreich: Freizeit, Lebenskosten und Co.
- PLUS: So lange arbeitet Anna Netrebko für 1.000
·So lange arbeiten sie derzeit für 1.000 Euro
FORMAT zeigt: Netrebko 2 Std., Apotheker 46 Std.
·Österreich in nackten
Zahlen und Fakten
Alle neun Bundesländer: Fläche, BIP & Einwohner
·Lebenskosten: Wofür geben wir wie viel aus
Wohnen und Energie verschluckten 22 Prozent
·Freizeit: Fernsehen & Radio Hören Vorne
Wie die Österreicher relaxen, reisen & sporteln
Land der Berge, Land am Strome, Land der Äcker, Land der Dome - das ist Österreich laut dem Text zu den Klängen der Bundeshymne. Österreich kann sich auch anders anhören: 83.871,13 Quadratkilometer Bundesgebiet, davon 10 Prozent alpine Fläche, 1,7 Prozent Gewässer, 31 Prozent landwirtschaftliche Fläche. Bewohnt von mehr als 8,2 Millionen Menschen, die derzeit durchschnittlich 76,5 (Männer) und 81,8 (Frauen) Jahre alt werden. So klingt Österreich in Zahlen.
Nackte Daten und Fakten belegen präzise, abseits blumiger Beschreibungen, gesellschaftliche Phänomene, soziale Entwicklungen und wirtschaftliche Fortschritte. Vor allem in der Entwicklung: Werden die Österreicher tatsächlich immer älter? Wie stark ist der Geburtenrückgang wirklich? Ist die Ehe in Österreich bereits ein Auslaufmodell? Wie reich sind die Österreicher? Wie steht es um die Gesundheit der Menschen? Woran stibt die Mehrheit der Bevölkerung?
FORMAT gibt auf diese gesellschaftspolitisch relevanten Fragen mit Daten im vorliegenden Österreich-Atlas einen Überblick über den Status quo des Landes. Fundus dafür waren die Datenbanken der Statistik Austria sowie anderer Forschungsinstitutionen.
Die Österreicher werden immer älter
Der auffälligste und wichtigste Trend: Die Österreicher werden immer mehr und immer älter. Am 1. Jänner 2006 lebten exakt 8.265.926 Menschen in Öster-reich. Das sind um 59.402 Personen mehr als am Neujahrstag 2005 - ein Plus von knapp 10 Prozent. Tendenz für die kommenden Jahre: steigend, wenn auch langsamer als in den letzten zehn Jahren.
Die Geburtenbilanz (Neugeborene minus Verstorbene) trug mit rund 3.000 Kindern zum Anstieg der Einwohnerzahl bei. Die Österreicher bekommen allerdings weniger und später ihre Nachkommen als früher. In den 50er-Jahren gebar im Durchschnitt jede Frau zwei Kinder, heute sind es statistisch gesehen nur mehr 1,4 Babys. Bei der ersten Geburt sind Frauen im Schnitt bereits 27,5 Jahre alt. Bevölkerungsexperte Rainer Münz: "Das Lebensziel der meisten jungen Menschen ist nicht, sofort eine Familie zu gründen, sondern im Beruf erfolgreich zu sein. Die Familienplanung wird hinausgeschoben".
Das Bevölkerungswachstum rührt deshalb vor allem von einem anderen Faktum: Österreich ist ein Einwanderungsland. 2005 zog es fast 50.000 Menschen aus dem Ausland in die Alpenrepublik. Die Mehrheit der neuen Bewohner kam aus Ex-Jugoslawien, gefolgt von der Türkei und Deutschland. Insgesamt lebten im Jahresdurchschnitt 1,2 Millionen Österreicher mit Migrationshintergrund und 801.600 Nicht-Österreicher im Land.
1,3 Millionen Jugendliche (unter 15 Jahren) zählte die Statistik Austria im Jahresdurchschnitt 2005. Die Mehrheit, 62 Prozent der Bevölkerung, ist zwischen 15 und 59 Jahre alt und damit im erwerbsfähigen Alter. Diese Altersstruktur verschiebt sich durch den Geburtenrückgang aber dramatisch: Ab 2020, so die Prognose von Experten, wird die Anzahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter kontinuierlich zurückgehen.
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