Samstag, 7. April 2007

Ostersonntag im Zeichen der Eier: Nur 1/4
der Österreicher an Brauchtum interessiert

  • Kirchen leer: Nur 31% wollen in den Gottesdienst
  • Christliche Traditionen in heidnischem Kult verankert
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Je knapp ein Viertel der Österreicher wird am Osterwochenende Eierpecken und Nester suchen. Mit diesen klassischen Bräuchen werden 21 bzw. 24 Prozent der Befragten ab 15 Jahren das traditionelle christliche Fest feiern, wie eine Umfrage von Makam Market Research ergab. Am wichtigsten ist zu Ostern allerdings die Familie. 70 Prozent der Bevölkerung werden die Feiertage laut Umfrage im Kreis ihrer Verwandten verbringen.

Gerne genutzt wird die Osterzeit auch für Ausflüge und Urlaube. 23 Prozent nutzen das verlängerte Wochenende für Unternehmungen. Neun Prozent entfliehen den eigenen vier Wänden an den Feiertagen sogar für eine kurze Reise.

Nur 31% gehen in die Kirche
Einen Gottesdienst besuchen zum größten christlichen Fest des Jahres nur 31 Prozent. Besonders über 50-Jährige, Personen aus größeren Haushalten sowie die Einwohner der westlichen Bundesländer zeigten sich bei der Umfrage als aktive Christen.

Als Kirchen-Muffel outeten sich die Wiener, von denen nur zehn Prozent eine Kirche besuchen wollten. Für die Umfrage wurden insgesamt 500 Österreicher telefonisch befragt.

Ei steht im Mittelpunkt
Das Ei steht zu Ostern im Mittelpunkt von Bräuchen, die ein Kräftemessen sind. "Eierpecken" - mit einem Geldstück wird nach dem Ei geworfen - und "Eierturtschen" - mit den Eiern wird Spitze gegen Spitze und Boden gegen Boden gestoßen - sind nicht nur bei Kindern beliebt, sondern auch Erwachsene "rittern" begeistert.

Auch der Osterhase hoppelt nicht von ungefähr durch die Gegend. Meister Lampe, Begleiter der griechischen Liebesgöttin Aphrodite, ist bis heute ein Eros-Symbol. Das beste - nicht religiöse - Beispiel sind die "Bunnys", "Trademark" des Männermagazins "Playboy". (apa/red)

7.4.2007 21:49