Mittwoch, 4. April 2007

Mehr Karriere-Chancen für Frauen: Bures will jetzt Aufstiegsmöglichkeiten verbessern

  • Transparenz für Entscheidungs-Gründe wird erhöht
  • Beschäftigte im Staatsdienst steigen bald leichter auf

Frauenministerin Bures will weibliche Karrierechancen erhöhen. Für weibliche Beschäftigte im Staatsdienst soll es in wenigen Monaten bessere Aufstiegsmöglichkeiten geben. Dafür soll eine Gesetzesänderung sorgen, für die bereits ein Entwurf von Bures vorliegt. In der Begutachtungskommission, die über die Eignung der Bewerber per Gutachten entscheidet, soll künftig zwingend eine Frau vertreten sein.

"Wir haben im Bundesdienst mit dem Bundesgleichbehandlungsgesetz ein gutes Instrument in der Hand. Allerdings muss man auch sehen, dass es in den Führungsetagen nicht ausreichend greift", sagt Bures laut einem Bericht der "Presse". "Wir müssen mehr Frauen an die Spitze bringen."

Im Ausschreibungstext müsse die "Gewichtung" der erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten offen gelegt werden. Damit soll die Transparenz für die Gründe der jeweiligen Entscheidung erhöht und so verhindert werden, dass Frauen nicht zum Zug kommen. "Die Benachteiligung von Frauen beseitigt man oft schon dadurch, dass man sie sichtbar macht", lautet die Begründung im Frauenministerium für diese Bestimmung.

In Spitzenfunktionen sind Beamtinnen im Staatsdienst bisher rar. So sind von 65 Sektionschefs nur sieben weiblich. Insgesamt beträgt der Frauenanteil im Bundesdienst 38 Prozent.

(apa/red)

4.4.2007 09:48