Keine Eitelkeit, mehr Kontrolle & Personal: Neue Pläne des Polizechefs nach Skandalen
- Präsident Stiedl fordert mehr Beamte zur Entlastung
- Große Reform sei trotz Chaos aber nicht notwendig

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Polizeipräsident Peter Stiedl plant ein Drei-Säulen-Modell für eine skandalfreie Zukunft bei der Wiener Polizei: Er fordert in einem Radio-Interview weniger Eitelkeit, mehr Kontrolle und mehr Personal. Eine große Reform der von Skandalen erschütterten Wiener Polizei halte der oberste Ermittler jedoch nicht für notwendig. Dafür plädiert Stiedl für eine deutliche Aufstockung des Personalstandes.
Eine Entlastung der überforderten Kollegen sei ohne zusätzliche Polizisten unmöglich, so Stiedl gegenüber "Radio Wien". Um in Zukunft ein Abdriften von Beamten ins Rotlichtmilieu zu verhindern, will Stiedl eine noch peniblere Dokumentation einführen. Dabei soll jeder Ermittler exakt anführen und festhalten, zu welchen Personen aus der Rotlichtwelt Kontakt gepflegt und um welche Inhalt es dabei geht.
Des weiteren sollen alle Kriminalbeamte die Namen ihrer Informanten polizeiintern bekanntgeben. Diese Regelung soll auch von alteingesessene Polizisten befolgt werden, die in der Vergangenheit oft aus Angst, ein anderer Kollege könne den Erfolg für sich verbuchen, dieser Aufforderung nicht Folge geleistet haben. (red)
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