Nach Kollision mit Lkw in NÖ: Waggon der Pielachtalbahn entgleist und stürzt um!
- Elf Personen bei Zusammenstoß leicht verletzt
- LKW-Fahrer hat unerlaubt Bahnübergang übersetzt

Ein Dieseltriebwagen der Pielachtalbahn ist nach einer Kollision mit einem Lkw in Weinburg (Bezirk St. Pölten) entgleist. Dabei wurden elf Personen leicht verletzt, teilte Stefan Spielbichler, Sprecher der NÖ Rettungsleitstelle LEBIG mit. Sie erlitten durchwegs Prellungen und Hautabschürfungen, einige von ihnen standen nach dem Zusammenprall unter Schock.
Der Fahrer eines Lkw habe einen mit Stopftafeln und Andreaskreuzen gesicherten Bahnübergang übersetzt. Dabei sei es zum Zusammenstoß mit dem Zug gekommen, sagte Johann Rankl, ÖBB-Sprecher in Niederösterreich.
Der Dieseltriebwagen, der auch zur Fahrgastbeförderung genutzt wird, war nach dem Zusammenstoß auf die Seite gestürzt und musste von den Einsatzkräften zunächst gesichert werden. Die tatsächliche Anzahl der Opfer wurde erst im Laufe der Rettungsarbeiten bekannt, da sämtliche Personen nach und nach aus dem Zug befreit werden mussten. Im Zug befanden sich mit dem Lokführer insgesamt zehn Personen. Sie wurden wie der Lkw-Fahrer ins Krankenhaus St. Pölten eingeliefert. Drei Rettungswagen und ein Notarztwagen wurden zur Unglücksstelle entsandt.
Mit einem Straßenkran wurde nach dem Zusammenprall versucht, den umgestürzten Dieseltriebwagen aufzurichten. Auch der Zustand des Gleises musste nach der Kollision untersucht werden, so Rankl.
Bereits zuvor gab es in Niederösterreich einen Zusammenstoß zwischen einem Fahrzeug und einem Triebwagen. In Herzogenburg (Bezirk St. Pölten) dürfte eine 51-Jährige mit ihrem Pkw trotz Rotlichtes der Warnanlage eine Eisenbahnkreuzung gequert haben. Dabei kam es zur Kollision mit einem herannahenden Zug, so die Angaben der NÖ Sicherheitsdirektion. Das Auto der Niederösterreicherin wurde dabei zur Seite geschleudert, die Frau erlitt Verletzungen und wurde ins Krankenhaus St. Pölten gebracht.
(apa/red)
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