Montag, 2. April 2007

Trauer um Paul Watzlawick: Psychologe und Publizist starb im Alter von 85 Jahren

  • Gebürtiger Villacher starb in Wahlheimat Kalifornien
  • Mit "Anleitung zum Unglücklichsein" zum Weltruhm

Der Kommunikationswissenschaftler, Psychotherapeut und Autor Paul Watzlawick ist im Alter von 85 Jahren verstorben. Der gebürtige Villacher erlag in seiner kalifornischen Wahlheimat Palo Alto einer langjährigen Krankheit. Das bestätigte das dort ansässige Mental Research Institute. Als Wissenschafter wurde Watzlawick vor allem mit seinen Theorien zur "Menschlichen Kommunikation" berühmt.

Seiner Familie zufolge soll der Wissenschafter zu Hause gestorben sein. Über die näheren Umstände seines Todes wollten die Angehörigen nach Informationen des Instituts keine Auskunft geben. Bis vor einem Jahr hatte der Wissenschafter noch im MRI gearbeitet, wo er ab 1960 Forschungsbeauftragter war.

Geboren wurde Watzlawick am 25. Juli 1921 in Villach und ging dort ins Gymnasium. Für ein Philosophie- und Sprachen-Studium zog es ihn nach Venedig, wo er 1949 promovierte. Weitere Lebensstationen waren das C.G.-Jung-Institut in Psychotherapie in Zürich und El Salvador, wo er bis 1960 als Professor für Psychotherapie lehrte. 1967 kam er an die amerikanische Eliteuniversität Stanford.

Als Wissenschafter widmete sich Watzlawick vor allem der "Menschlichen Kommunikation", wie sich auch eine seiner bedeutendsten wissenschaftlichen Publikationen nennt. Zu seinen bekanntesten Werken gehört auch der Bestseller "Anleitung zum Unglücklichsein" (1983). Sein viel zitiertes Axiom "Man kann nicht nicht kommunizieren" gehört zum vermeintlichen Basiswissen von Publizistikstudenten. Die Aussage Watzlawicks lautete originär "In sozialen Situationen kann man nicht nicht kommunizieren", was eine beträchtlich abweichende Deutung ergäbe. Genauso unterschlagen werden hingemein die übrigen vier Kommunikationsaxiome Watzlawicks.

(apa)

2.4.2007 21:59