Turbulente Hauptversammlung: Streit um die FP-Akademie geht in die nächste Runde
- Gericht regt zu einer "vereinsinternen Schlichtung" an
- Streit dreht sich um Vermögen von 200.000 Euro

·BZÖ prüft Scheibners Forderung für Klage
Betrag wird danach für guten Zweck gespendet
·105.000 von FPÖ- Akademie gefordert
"profil": BZÖ-Scheibner will Gehaltsfortzahlungen
Im Streit um die Freiheitliche Akademie haben sich die Fronten verhärtet: Stadler fordert eine Änderung der Statuten, FPÖ-Volksanwalt Kabas will vorerst an seiner Klage festhalten. Nachdem sich das Gericht eingeschalten hat, soll nun aber doch der "Weg einer vereinsinternen Schlichtung" über ein Schiedsgericht eingeschlagen werden.
Der Streit um die nur mehr als Verein existierende Freiheitliche Akademie soll vereinsintern gelöst werden. Die von Hilmar Kabas eingebrachte Klage gegen die Akademie in Zusammenhang mit den von Ewald Stadler geänderten Statuten wird vorerst aber nicht zurückgezogen. Wie vom Gericht angeregt, werde man den "vereinsinternen Weg" über eine Schiedsinstanz gehen. Danach werde man weiter sehen, sagte Kabas.
Stadler gegen Kabas
Vergangene Woche hatten sich sowohl Stadler als auch Kabas nach einer turbulenten Hauptversammlung zum neuen Präsidenten des Vereins ausgerufen. Eine von Kabas beantragte einstweilige Verfügung wurde vom Gericht abgewiesen.
Bei dem Streit geht es um rund 200.000 Euro Vermögen. Stadler hatte die Statuten der Akademie per Umlaufbeschluss insofern ändern lassen, als nunmehr auch nicht FPÖ-Mitglieder dem Verein beitreten können und sich damit seine Wiederwahl als Präsident gesichert. Eine Wahl war nötig geworden, da die Funktionsperiode ausläuft. Die FPÖ kämpft gegen den Umlaufbeschluss an. Zuletzt war von einer Konsens-Lösung die Rede, wonach Kabas die Klage zurückzieht und Stadler bis zur Liquidierung der Akademie Präsident bleibt.
Scheibner-Klage aussichtslos?
Am Wochenende wurde darüber hinaus bekannt, dass der ehemalige Akademie-Geschäftsführer und jetzige BZÖ-Abgeordnete Herbert Scheibner eine Klage auf Gehaltsfortzahlungen und Abfertigung prüfe. Genannt wurden rund 100.000 Euro, die nach Auskunft der Orangen für soziale Zwecke gespendet werden sollen. Kabas glaubt aber ohnehin nicht, dass Scheibner damit Erfolg haben werde, wie er sagte.
(APA/red)
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