Saxinger neuer Aufsichtsratschef in der Asfinag: Bestellung nun endgültig bestätigt
- Auch Pöchhacker dürfte ins Kontrollgremium kommen

Der Linzer Rechtsanwalt Eduard Saxinger (59) ist zum neuen Aufsichtsratspräsidenten der Autobahngesellschaft Asfinag bestellt worden. Der promovierte Jurist gilt als ÖVP-nahe und folgt dem Kärntner Juristen Johann Quendler nach, der gesundheitsbedingt bereits vor mehreren Monaten sein Mandat im Kontrollorgan der Autobahngesellschaft zurücklegen hatte müssen.
Saxinger war gemeinsam mit Telekom-Austria-Vorstand Rudolf Fischer bereits Ende Dezember in den Asfinag-Aufsichtsrat eingezogen. Die Wahl zum Vorsitzenden hatte sich jedoch auf Grund des Regierungswechsels verzögert. Voraussichtlich bei der nächsten Hauptversammlung am 24. Mai wird voraussichtlich auch der jahrzehntelange Porr-Chef Horst Pöchhacker in den Asfinag-Aufsichtsrat einziehen und dort die Stellvertretung Saxingers übernehmen.
Pöchhacker gilt als enger Berater Faymanns und auch als dessen Wunschkandidat für das Amt des ÖBB-Präsidenten. Saxinger wird dort vermutlich wiederum als Pöchhackers Stellvertreter einziehen.
Der erfahrene Rechtsanwalt ist Gründer und Geschäftsführer in der Kanzlei Saxinger Chalupsky & Partner. Die Kanzlei entwickelte sich in den vergangenen dreißig Jahren von der Einzelkanzlei im Jahre 1970 zu einer der größten in Österreich mit rund 50 Mitarbeitern und Standorten in Linz, Wels, Wien und Graz sowie Prag und Pilsen. Saxingers Fachgebiete sind Bauvertragsrecht, Handelsvertreterrecht, Schiedsgerichtsbarkeit, Gesellschaftsrecht und Anlage- und Projektvertragsrecht.
Seine Ernennung zum Asfinag-Präsidenten war jedoch bis zuletzt fraglich gewesen. Grund dafür war die Schlappe für die SPÖ im Verbund-Aufsichtsrat.
Entgegen den Vorstellungen der SPÖ hatte die Verbund-Hauptversammlung, die unter der Kontrolle von ÖVP-Wirtschaftsminister Martin Bartenstein als Eigentümervertreter des 51-Prozent-Aktionärs Republik Österreich steht, die Bestellung von Wien Energie-Geschäftsführer Helmut Miksits in den Aufsichtsrat abgelehnt. Weiters wurde der ehemalige ÖVP-Nationalrat und steirische Wirtschaftskammer-Funktionär und bisherige Aufsichtsrat-Vize, Gilbert Frizberg, als neuer Aufsichtsratspräsident und somit Nachfolger von Ex-Wienerberger-Chef Erhard Schaschl gewählt.
Deshalb war spekuliert worden, dass Faymann den Aufsichtsratsvorsitz in der Asfinag mit einer SPÖ-Vertrauensperson besetzen würde. Im Verkehrsministerium wollte man diese Spekulationen nachträglich nicht kommentieren. Welche Veränderungen im Asfinag-Aufsichtsrat es abgesehen über den erwarteten Einzug Pöchhackers im Mai sonst noch geben wird, ist derzeit noch offen.
(apa/red)
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