Dienstag, 27. März 2007

Novomatic geht in die Offensive: Vorwürfe gegen Admiral Sportwetten sind "gezielt"

  • 'Monopolsituation soll weiter aufrechterhalten bleiben'

Der Glücksspielkonzern Novomatic AG weist die gegen ihn bzw. seine 100-Prozent-Tochter Admiral Sportwetten erhobenen Vorwürfe wegen angeblicher Verletzung von Glücksspielvorschriften "mit Entschiedenheit zurück". Generaldirektor Wohlfahrt sprach von Anschuldigungen, die das Unternehmen "sehr schwerwiegend in Reputation und Image schädigen" würden.

Die auch in Richtung Betrug gehenden Vorwürfe im Zusammenhang mit Wetten auf Hunderennen hätten offensichtlich ein Ziel, so Wohlfahrt: Die Monopolsituation in Österreich soll so lange wie möglich aufrechterhalten bleiben. Der Generaldirektor des privaten Glücksspielanbieters sieht in den vergangenen Freitag bekannt gewordenen Anschuldigungen eine "gezielte Aktion" gegen den Novomatic-Konzern. Und das in einer Phase, wo es "eng" werde für Monopolisten, verwies Wohlfahrt darauf, dass das Monopol auf dem Prüfstand der Europäischen Kommission stehe - die "letztlich obsiegen" werde.

Der Status quo sei "aus ordnungspolitischer Sicht eine Katastrophe", führte der Generaldirektor aus. Es gebe ein Monopol (Casinos Austria, Österreichische Lotterien) und gleichzeitig illegales Glücksspiel. So würde allein über das Internet jährlich mehr als eine Mrd. Euro an Spieleinsätzen aus Österreich unkontrolliert ins Ausland abfließen.

Novomatic als international lizenziertes Glücksspielunternehmen würde von internationalen Behörden seit Jahren "peinlichst genau kontrolliert", erinnerte Wohlfahrt. Jedes Fehlverhalten hätte sofortigen Lizenzentzug zur Folge. Verstöße wie die in Österreich vorgeworfenen wären demnach "geradezu fahrlässig". "Wir sind den Tätern auf der Spur", betonte der Generaldirektor und kündigte im selben Atemzug "massive gerichtliche Schritte" an. (apa)

27.3.2007 14:12