BA-CA soll von Börse: Großbank UniCredit
bietet den Kleinaktionären 129,4 Euro/Aktie
- Anteilsscheine notierten zuletzt mit 140,90 Euro
- Ohne Einspruch könnte Aktie im Juni Börse verlassen
Die italienische Großbank UniCredit bietet den noch verbliebenen Streubesitzaktionären ihrer österreichischen Tochterbank Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) 129,4 Euro je Aktie als Abfindungsangebot beim so genannten Squeeze-Out, bei dem die Aktie auch von der Börse genommen werden soll.
Zuletzt hatten die BA-CA-Aktien an der Wiener Börse mit 140,90 Euro um 1,45 Prozent fester geschlossen.
Konkret bezieht sich die Barabfindung auf 7,374.016 Aktien, die etwa 3,65 Prozent des gesamten Grundkapitals repräsentieren, wie die BA-CA Montagfrüh adhoc mitteilte. In Summe entspricht dies einer Barabfindung in Höhe von 950 Mio. Euro.
Der Beschluss über die Abfindung der Streubesitzaktionäre steht auch auf der Hauptversammlung der BA-CA am 3. Mai in Wien auf der Tagesordnung. Bleiben Einsprüche gegen das Abfindungsangebot aus, könnte sich die BA-CA bereits im Juni von der Börse verabschieden.
Fonds wollten höhere Abfindung
Die Barabfindung in Höhe von 129,4 Euro je Aktie wurde auf der Grundlage eines von der Deloitte Valuation Services GmbH, Wien, Österreich, unter Anwendung des Fachgutachten KFS BW1 erstellten gutachterlichen Berichts festgelegt, erklärte die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) weiter.
Seitens der BA-CA wird erwartet, dass der vom zuständigen Handelsgericht Wien bestellte unabhängige sachverständige Prüfer TPA Horwath Wirtschaftsprüfung GmbH seinen Bericht zur Angemessenheit der festgelegten Barabfindung bis Ende der Woche ausfertigen wird, hieß es seitens der BA-CA weiter.
Der britische Hedgefonds Polygon als ein namhafter Streubesitzaktionär der BA-CA hat sich wie berichtet bereits Anfechtungsklagen vorbehalten, sollte die Abfindung aus seiner Sicht zu niedrig ausfallen. Für Polygon wäre alles, was unter 171 Euro je Aktie bleibt, "eher nicht akzeptabel", wie es im Polygon-Umfeld schon vor einiger Zeit hieß.
Neben britischen und skandinavischen Fonds fordern auch heimische Kleinaktionärsvertreter hohe Auszahlungssummen. "Die Hauptversammlung des Jahres wird sicher die BA-CA werden", hatte vor kurzem bereits der österreichische Kleinanlegerschützer Wilhelm Rasinger vom Interessenverband für Anleger (IVA) prognostiziert. (apa/red)
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