Domenech setzt auf Frankreich-Youngsters:
Teenager Nasri und Benezma vor Debüt
- Samir Nasri bereits als Zidane-Nachfolger gehandelt
- Frankreich spielt möglicherweise mit 4-4-2-System
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Der französische Fußball-Teamchef Raymond Domenech setzt im EURO-Testspiel im Stade de France gegen Österreich auf Youngsters - allerdings wohl nicht in einem Ausmaß wie ursprünglich angenommen. Während die beiden 19-Jährigen Samir Nasri (Marseille) und Karim Benezma (Lyon) ihr Debüt für die "Equipe Tricolore" geben könnten, dürfte der Nationalcoach auch seine "klassische" Viererkette Willy Sagnol-William Gallas-Lilian Thuram-Eric Abidal zum Einsatz bringen.
"Das Match gegen Österreich ist eine wichtige internationale Partie", betonte Domenech, der dem Drängen von Lyon-Coach Gerard Houllier, einige seiner Spieler im Hinblick auf das Liga-Cup-Finale am Samstag gegen Girondins Bordeaux vorzeitig vom Team-Kader freizustellen, eine klare Absage erteilte. "Wir haben dieses Thema mit Houllier diskutiert. Das Nationalteam hat Priorität, alle Spieler bleiben im Aufgebot."
Möglicherweise 4-4-2-System
Domenech stellt gegen Österreich möglicherweise auf ein klassisches 4-4-2-System um, wobei der hochtalentierte Benezma neben dem Litauen-Torschützen Nicolas Anelka stürmen könnte. Mit noch mehr Interesse blickt die französische Öffentlichkeit auf den zweiten potenziellen Debütanten: Marseille-Mittelfeldspieler Nasri wird jetzt schon als Nachfolger von Zinedine Zidane bezeichnet.
Gemeinsamkeiten mit Zidane
Gemeinsamkeiten zwischen dem vielversprechenden Jung-Kicker, der bereits über 80 Ligue-1-Partien für Marseille absolvierte, und dem nach der WM zurückgetretenen dreifachen Welt-Fußballer gibt es schon jetzt. Nicht nur, dass Nasri wie Zidane algerische Vorfahren hat und in einem ärmlichen Vorort von Marseille geboren ist - wie der dreifache Welt-Fußballer verfügt auch der Youngster über außerordentliche Spielmacher-Qualitäten und kann nicht nur die Stürmer mit idealen Passes versorgen, sondern dank seiner technischen Fähigkeiten auch selbst in die Spitze gehen und torgefährlich werden.
Nasri wehrt sich gegen Vergleiche
Nasri wehrt sich aber mit Hände und Füßen dagegen, dass Parallelen zu Zidane gezogen werden. "Vergleiche mit Zidane sind nicht gut für mich, weil mir dadurch viel Druck auferlegt wird", sagte der Marseille-Kicker und führte ausgerechnet Zidane als Beispiel an. "Als er zu Juventus kam, verglich ihn jeder mit Platini. Es wurde erst besser, als er verstand, dass es keinen Sinn hat, einem anderen Spieler nachzueifern. Zidane war einzigartig genauso wie Platini", sagte Nasri.
Für ihn sei es eine große Ehre, überhaupt im Kader der "Bleus" aufzuscheinen. "Es ist großartig, in einer Mannschaft mit Spielern zu sein, die 1998 Weltmeister wurden. Damals war ich erst elf Jahre alt und einfach nur ein Fan."
Diarra schon gegen Litauen dabei
Im Gegensatz zu Nasri hat Lassana Diarra sein Debüt schon hinter sich gebracht. Der 22-jährige Chelsea-Spieler agierte in Litauen im defensiven Mittelfeld und wurde von Domenech für seine Leistung gelobt. "Er hat bestätigt, was ich schon vorher über ihn gedacht habe", erklärte der Teamchef, der in Arsenal-Kicker Abou Diaby wohl auch den zweiten Debütanten vom Litauen-Match wieder von Beginn an bringen wird.
(apa/red)










