Gute Nachrichten für ÖFB-Team: Abwehr- Bollwerk Stranzl höchstwahrscheinlich dabei
- Österreich spielt vielleicht doch mit zwei Spitzen
- Teamchef setzt auf Kopfballstärke von Aufhauser
·Österreich ist 'ernst zu nehmender Gegner'
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Gute Nachrichten für das ÖFB-Team vor dem Spiel gegen Frankreich: Trotz seiner gegen Ghana erlittenen Knieblessur dürfte Martin Stranzl gegen den Vizeweltmeister spielen können. Vor dem EURO-Testspiel in Paris/St. Denis beschäftigt sich der österreichische Fußball-Teamchef Josef Hickersberger neben der eigenen Aufstellung auch mit der möglichen Stammformation des Gegners. Entgegen ursprünglicher Annahmen zeichnet sich ab, dass beim Vize-Weltmeister gegen die ÖFB-Auswahl ein Großteil der arrivierten Kicker in der Anfangs-Elf stehen könnte.
Daran wird wohl auch das anstehende Liga-Cup-Finale zwischen Olympique Lyon (9 Teamspieler) und Girondins Bordeaux (1) nichts ändern, auch wenn der französische Nationalcoach Raymond Domenech ein Telefongespräch mit Lyon-Trainer Gerard Houllier führen wollte. Doch nicht nur die überwiegende Mehrheit der Lyon-Kicker wird mit von der Partie sein. "Makelele, Sagnol und Gallas haben erklärt, dass sie gern spielen würden, Thuram hat gesagt, er braucht Spielpraxis, daher gehe ich davon aus, dass Frankreich mit diesen Spielern beginnen wird", erklärte Hickersberger.
In seiner Annahme wird der Teamchef durch Beobachtungen von jüngsten Testspielen der "Equipe Tricolore" bestärkt. "Im Herbst beim 1:0 gegen Griechenland hat Domenech mit vielen Stammspielern angefangen und in der Pause viele ausgewechselt, das könnte auch gegen uns der Fall sein."
Hickersberger von Leistung beeindruckt
Von der Leistung der Franzosen gegen die Griechen zeigte sich Hickersberger beeindruckt. "Otto Rehhagel hat gut verteidigen lassen, dennoch war Frankreich klar überlegen und hat den regierenden Europameister in der eigenen Hälfte festgenagelt", sagte der Teamchef, der sich unter anderem auch Aufzeichnungen der Partien gegen Argentinien (0:1) und die Färöer (5:0) zu Gemüte geführt hat.
Auch über die eher schwache Darbietung des Weltmeisters von 1998 in der EM-Qualifikation beim 1:0 in Litauen ist Hickersberger informiert. "Für die Franzosen war dieser Sieg immens wichtig. Sie haben Schwierigkeiten gehabt, aber das war für mich nicht überraschend", betonte der Niederösterreicher und verglich die Ausgangsposition der "Bleus" vor diesem Match mit jener des ÖFB-Teams im Februar auf Malta (1:1).
Anelka und Cisse in Anfangsformation
Mit Nicolas Anelka, dem Torschützen gegen Litauen, rechnet Hickersberger in der Anfangsformation, auch Djibril Cisse könnte von Beginn an spielen. Das Rätselraten dürfte aber schon am Dienstag beendet sein. "Domenech pflegt die Aufstellung schon einen Tag vor einem Freundschaftsspiel bekannt zu geben, ich werde das auch machen", kündigte der 58-Jährige an.
Hickersberger überlegt, von seinen ursprünglichen Plänen abzugehen und doch mit zwei Spitzen zu beginnen.
Franzosen über Ghana
Die Franzosen sind laut Hickersberger über den Samstag-Gegner Ghana zu stellen. "Es gibt nicht viele Mannschaften, die auswärts eine schwierigere Aufgabe darstellen." Der frühere Rapid-Meistermacher ließ sich nicht darauf festlegen, welches Resultat für Österreich einen Erfolg bedeuten würde. "Bei der Beurteilung von Ergebnissen muss man vorsichtig sein."
Aufhausers Kopfballstärke ein Schlüssel
Ein Schlüssel zu einem positiven Abschneiden im Stade de France könnte wieder die Kopfballstärke von Rene Aufhauser sein, der gegen Ghana nach einem Ivanschitz-Eckball das ÖFB-Tor erzielte. "Ich habe eine hohe Meinung von ihm, deswegen hat er bei mir im Team auch gespielt, als er in Salzburg Ersatz war." Sollte der Mittelfeldspieler in der Mozartstadt wieder ein Reservistendasein fristen, hat der Teamchef laut eigenen Angaben in Absprache mit Aufhauser einen Fahrplan bis zur EURO 2008 geplant, den er allerdings nicht verraten wollte.
Aufhauser ist sich seiner Qualitäten bei ruhenden Bällen bewusst. "Tore per Kopf aus Standard-Situationen sind meine Stärke." Der 30-Jährige sieht vor seinem 39. Länderspiel keinen Grund, warum es gegen die kopfballstarken Franzosen nicht wieder klappen sollte. "Die Chancen stehen so wie vor jedem Spiel. Auch Ghana hatte gute Innenverteidiger."










