Freitag, 6. April 2007

Bullen holen sich den Titel: Salzburg zum ersten Mal Österreichs Eishockey-Meister

  • 5. Spiel im Finale gegen VSV bringt Entscheidung
  • Salzburger mit 4:2-Triumph neuer Champion

Der EC Red Bull Salzburg hat sich mit einem 4:2-Sieg gegen Titelverteidiger Villacher SV den ersten Meistertitel in der Erste Bank Eishockey Liga gesichert. Die Salzburger entschieden die best-of-seven-Finalserie mit diesem Heimerfolg mit 4:1 für sich. Nach einer komfortablen 3:0-Führung der Salzburger war die Begegnung nach zwei Villacher Toren und einem weiteren Treffer der Heimmannschaft lange offen, ernsthaft in Gefahr geriet der Erfolg der Mozartstädter aber nie.

Der VSV war im Gegensatz zum Spiel am Dienstag in Villach (0:3) ebenbürtig und forderte die Salzburger voll. Die Salzburger Fans, die nach 20 Minuten schon Meister-Gesänge angestimmt hatten, mussten lange zittern. Die Heimmannschaft war aber dank einer erneut starken Leistung der verdiente Sieger. Die Salzburger beendeten damit die Saison mit der beeindruckenden Heimbilanz von 32 Siegen aus 33 Spielen.

Die Gäste aus Villach begannen stark und waren in den ersten zehn Minuten die bessere Mannschaft, Tor gelang den Kärntner jedoch keines. Im Anschluss schienen die Salzburger das Spiel mit drei Toren binnen 4:36 Minuten bereits im ersten Drittel vorentschieden zu haben. Marco Pewal schoss in der 14. Minute nach Zuspiel von Juha Lind aus einem schnellen Gegenzug in Unterzahl den ersten Treffer der Salzburger.

Kurze Zeit später nützten die Red Bulls eine 5:3-Überlegenheit. Der Finne Juha Lind (16.) traf nach Idealzuspiel von Nationalspieler Thomas Koch aus kurzer Distanz. Beim dritten Treffer zwei Minuten vor Ende des ersten Drittels durch Andre Lakos sah VSV-Tormann Gert Prohaska nicht gut aus, er ließ den haltbaren Distanzschuss des Verteidigers passieren.

VSV macht Partie noch einmal spannend
Die Villacher kamen wie verwandelt aus den Kabinen und kamen binnen zwei Minuten auf 2:3 heran. Roland Kaspitz nützte in der zweiten Minute des Mitteldrittels einen Abpraller nach Schuss von Wolfgang Kromp. Günther Lanzinger legte im Powerplay (24.) nach Zuspiel von Devin Edgerton nach und machte das erneut von vielen Strafen gekennzeichnete Spiel wieder spannend.

Danach drängten die Kärntner auf den Ausgleich, scheiterten aber mehrfach am sicheren Salzburger Schlussmann Reinhard Divis. Aber es war die Heimmannschaft, der das nächste Tor gelang. Die Kärntner hatten sich zum wiederholten Mal eine 3:5-Unterzahl eingehandelt, Thomas Koch (34.) nahm ein Zuspiel von Dieter Kalt direkt und traf mit einem Flachschuss zum 4:2.

Im torlosen Schlussdrittel versuchten die Gäste zwar nochmals alles, der erneut in Topform agierende Divis war aber nicht mehr zu bezwingen Bei den Villachern schwanden wegen der vielen Unterzahlspiele die Kräfte und die Salzburger spielten die Partie routiniert zu Ende.

(apa/red)

6.4.2007 10:44