SV Ried pirscht sich auf dritten Platz vor: Innviertler schlagen GAK daheim mit 3:1!
- Drechsel krönt sich mit zwei Toren zum Matchwinner
- Protest: GAK-Fans verließen vorzeitig das Stadion

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Die SV Ried hat gegen den GAK mit 3:1 (1:0) gewonnen. Kapitän Herwig Drechsel war vor 6.400 Zuschauern im Fill-Metallbau-Stadion mit einem Doppelpack für die Oberösterreicher der Mann des Spiels. Die Rieder holten damit im Frühjahr schon zehn Punkte und verbesserten sich in der Tabelle auf den dritten Platz. Der Großteil der GAK-Fans verließ vorzeitig das Stadion.
Der 33-jährige Drechsel war Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Rieder und stand von Beginn am im Mittelpunkt der Partie. Zuerst konnte sich GAK-Keeper Fornezzi noch auszeichnen, eine Minute später knallte der Mittelfeldspieler einen indirekten Freistoß aus rund 20 Metern halbhoch ins Eck. Fornezzi war zwar mit den Händen dran, eine entscheidende Abwehr war aber nicht mehr möglich (10.).
Die Oberösterreicher waren auch in der Folge klar spielbestimmend. Damjanovic kam nach einer Drechsel-Ecke am Fünfer ungedeckt zum Kopfball, setzte diesen aber stümperhaft neben das Tor (24.). In der 27. Minute "verhinderte" Schiedsrichter Manfred Krassnitzer das 2:0. Fornezzi legte sich den Ball zum Ausschuss bereit, Ried-Stürmer Salihi spritzte allerdings regelkonform dazwischen und schoss ins leere Tor ein, das aber aberkannt wurde.
Die Grazer wurden erst in der 42. Minute durch Berchtold erstmals gefährlich. Nach dem Seitenwechsel prüfte der starke Muratovic mit einem Dropkick-Schuss Goalie Berger (48.). Effizienter waren aber die Hausherren. Nach einem Gestocher zog Drechsel vom Elfmeterpunkt unhaltbar für Fornezzi zum 2:0 ab und erzielte damit sein achtes Saisontor (56.).
Daraufhin standen die Fans der "roten Teufel", die ein Transparent mit dem Titel "Neuanfang Jetzt" aufgehängt hatten, im Mittelpunkt. Auf den Tribünen wurden zuerst Zeitungen verbrannt, dann verließ der Großteil der Anhänger geschlossen das Stadion. Nach drei Minuten kehrten sie allerdings wieder zurück, tanzten eine Polonaise, ehe sie sich endgültig verabschiedeten.
Der GAK war in der Folge dem Ausgleich näher, in den letzten 20 Minuten hatten aber wieder die Gastgeber die besseren Möglichkeiten. Als die Fans schon mit dem Heimsieg rechneten, brachte Junuzovic seine Elf mit seinem vierten Saisontreffer, nach Vorarbeit des eingewechselten Cheetos, zurück ins Spiel (87.). Die Freude währte jedoch nur kurz, denn zwei Minuten später krönte Damjanovic seine starke Leistung mit dem Treffer zum 3:1.
Die Rieder haben damit die Bilanz gegen die Grazer weiter verbessert, seit dem Wiederaufstieg der Oberösterreicher hat es keinen GAK-Sieg im direkten Duell gegeben. Der letzte Auswärtssieg von der Söndergaard-Elf im Fill-Metallbau-Stadion datiert gar vom 17. Mai 2003. Der GAK rutschte damit in der Tabelle auf den neunten Platz ab und hat im Frühjahr erst drei Punkte geholt.
(apa/red)
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