Sturm-Präsident Hans Rinner bleibt vorerst gelassen: Plädiert für gleiches Recht für alle
- Trainer Franco Foda: 'Ein Kasperltheater hoch drei'
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Einstweilige Verfügung des Landesgerichts Graz
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Vom achten auf den neunten und dann auf den zehnten und damit letzten Tabellenrang: Für Sturm Graz setzte es, auch ohne ein Spiel bestritten zu haben, innerhalb von fünf Tagen eine kuriose Talfahrt. Nach der Einstweiligen Verfügung des Landesgerichts für Zivilrechtssachen in Graz in Sachen GAK finden sich die "Blackies" nun mit acht Zählern Rückstand auf Altach sowie den Stadtrivalen am Tabellenende wieder. Präsident Hans Rinner reagierte trotz der neuen Situation gelassen und plädiert für "gleiches Recht für alle".
"Eigentlich habe ich sogar damit gerechnet. Was momentan passiert, gleicht jedoch einem Theater", meinte der seit Mitte Jänner im Amt fungierende Rinner. Er fühle sich an die "Löwinger Bühne" erinnert. Sollte die Klage des insolventen GAK durchgehen, rechnet der Neo-Sturm-Präsident "mit gleichem Recht für alle". Auch Sturm würde aus Sicht Rinners, der sich an den Instanzenweg der Liga halten will, die als Folge der Insolvenz abgezogenen zehn Zähler wieder zugestanden bekommen.
Gleiches Recht für alle
"Sollten dem GAK die Punkte gutgeschrieben werden, dann sollte das auch für uns gelten", meinte Rinner. Die Schwarz-Weißen würden bei derzeitigem Stand der Dinge von einer Klage absehen, da die Entscheidung in Sachen Punkteabzug für den GAK "wohl nicht der letztgültige Stand sein wird". Man werde rechtliche Mittel jedoch dann in Betracht ziehen, wenn die Punkte zwar dem GAK, jedoch nicht Sturm zuerkannt werden.
Allerdings wurden dem GAK die Punkte mit der Begründung rückerstattet, dass Gläubiger im voraussichtlich bis 19. April laufenden Insolvenzverfahren nicht geschädigt werden dürften. Bei Sturm hingegen wurde der Zwangsausgleich bereits über die Bühne gebracht.
"Kasperltheater hoch drei"
Weniger gefasst als sein Präsident Rinner zeigte sich Trainer Franco Foda, der von einem "Kasperltheater hoch drei" sprach. "Wir brauchen uns nicht wundern, wenn Österreichs Fußball international nicht anerkannt wird", kritisierte der schon lange Zeit in der Bundesliga engagierte Deutsche. Bedenken, dass sein Team im nun wieder neu entfachten Abstiegskampf Nerven zeigen wird, winkte Foda ab: "Wir wollen jetzt erst recht zeigen, dass wir das auf sportlicher Ebene entscheiden wollen."
"Ich bin dafür, dass die Meisterschaft am grünen Rasen und nicht am grünen Tisch entschieden wird", erlaubte sich Foda auch einen Seitenhieb in Richtung Bundesliga, die Sturm schon vor dem Saisonauftakt drei Zähler wegen Verstößen gegen Verpflichtungen aus dem Lizenzierungsverfahren aufgebrummt hatte. Eine Meinung, die auch der Präsident vertrat: "Ich schaue nur auf die Punkte, die wir in dieser Saison gemacht haben. Die in den Zeitungen oder sonst wo abgedruckten Tabellen interessieren mich nicht", meinte Rinner.
(apa/red)
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