Droht uns Chaos-Liga? GAK-Protest gegen Punkteabzug wegen 'Fall Kimoni' eingelangt
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Im Fall der angekündigten Klagen des Grazer Fußball-Bundesliga-Klubs GAK gegen die jüngsten Punkteabzüge in der laufenden Meisterschaft sind nun die ersten konkrete Schritte erfolgt. Bei der Bundesliga in Wien ist der vom GAK-Masseverwalter Norbert Scherbaum angekündigte Protest gegen den Abzug von sechs Zählern wegen des 'Falles Kimoni' bereits eingelangt. Das Bundesliga-Protest-Komitee wird deshalb eine Sitzung anberaumen, der Termin steht noch nicht fest.
Scherbaum protestiert wie angekündigt aber nicht nur gegen dieses von der FIFA ausgesprochene und vom ÖFB-Mitglied Bundesliga exekutierte Urteil, sondern auch gegen den wegen diverser Verfehlungen im Lizenzierungsverfahren ausgesprochenen Abzug von weiteren 22 Zählern. Darüber hinaus bekämpft Scherbaum den Punkteabzug per Einstweiliger Verfügung durch ein unabhängiges Gericht.
Auch Bundesliga-Vorstand Georg Pangl nahm zum Punkteabzug Stellung. Der Senat 5 habe die vorliegenden Unterlagen nach bestem Wissen und Gewissen geprüft, die aktuellen Lizenzierungs-Bestimmungen seien von allen Klubs gemeinsam erarbeitet und beschlossen worden, betonte Pangl. Deshalb seien für ihn die nunmehrigen Beschwerden über angeblich ungerechte Bestimmungen nicht nachvollziehbar.
Zeitpunkt der Strafen Zeichen der Unabhängigkeit
Pangl wertete auch den Zeitpunkt des Punkteabzugs als Beweis der Unabhängigkeit des zuständigen Gremiums und betonte weiters, dass es das übergeordnete Ziel sei, eine saubere Liga zu führen sowie eine Meisterschaft mit wirtschaftlich gesunden Klubs zu gewährleisten. "Bisher war die Bundesliga meist dem Vorwurf ausgesetzt, dass man im Lizenzierungsverfahren zu nachsichtig agiert hat. Es kann nicht der Grundsatz gewünscht sein: Ja zu einem strengen Lizenzierungs-Verfahren, aber nicht bei meinem Klub!"
(apa/red)
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