"Wir kämpfen bis zur letzten Minute": GAK
und Sturm nehmen Punkteabzüge nicht hin
- Sticher: GAK wird alle Rechtsmittel ausschöpfen
- PLUS: Gläubiger-Interessenten massiv geschädigt?
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Weber im networld-Talk über Grazer Schlamassel
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Grazer Fußballklubs
Weitere Punkteabzüge: 10 für Sturm, 22 für GAK
·Krisenklub GAK fürchtet um Existenz
Kündigt nach neuerlichem
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"Ein Abzug in diesem Ausmaß ruiniert Fußball"
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Mitreden: Was sagen
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& GAK-Punkteabzügen
Mario Haas: "Jetzt beginnt
Ausverkauf beim GAK"
Die beiden Grazer Bundesliga-Klubs GAK und Sturm werden den massiven Punkteabzug bekämpfen. Und zwar durch alle Instanzen, wie GAK-Präsident Stephan Sticher versicherte. Der Senat 5 der Bundesliga hatte wegen der Lizenz-Verstöße Sturm weitere 10 und dem GAK gleich 22 Punkte abgezogen.
Bleibt diese Entscheidung aufrecht, ist der ohnehin in einem Konkursverfahren steckende GAK wohl zum Abstieg aus der T-Mobile-Bundesliga verurteilt. Nach 25 von 36 Runden liegt der Verein, der 2004 noch Meister war, mit minus einem Punkt abgeschlagen am Tabellenende.
Scherbaum bekämpft Punkteabzug
GAK-Masseverwalter Norbert Scherbaum, der zuvor schon das Insolvenzverfahren des SK Sturm Graz erfolgreich durchgeführt hatte, bekämpft aber den Punkteabzug. Seiner Meinung nach werden dadurch die Gläubiger-Interessenten massiv geschädigt. Scherbaum will deshalb parallel nicht nur das Protest-Komitee der Bundesliga, sondern auch ein ordentliches Gericht anrufen.
Während in der Grazer Rechtsanwalt-Kanzlei Scherbaum/Seebacher deshalb der Betrieb auf Hochtouren lief, stellten sich die Klub-Präsidenten Sticher (GAK) und Hans Rinner (Sturm) u.a. in einer Telefonstunde den Fans. Der GAK werde die Saison auf jeden Fall fertig spielen, versicherte Sticher und bestätigte, dass man um eine Lizenz sowohl für die T-Mobile-Bundesliga als auch die Red-Zac-Liga angesucht habe. Alles andere hänge nun von den kommenden Entscheidungen ab.
Kämpfen bis zur letzten Minute"
"Aber aufgegeben wird von uns nur ein Brief", betonte Sticher gegenüber der APA. "Die ganze Steiermark ist betroffen, auch wegen Sturm. Wir haben sehr viele positive Rückmeldungen der Fans bekommen, jetzt erst recht nicht aufzugeben. Wir kämpfen bis zur letzten Minute um die Rettung des Vereins und werden selbstverständlich sämtliche Rechtsmittel ausschöpfen", sagte Sticher.
Als ersten Schritt wird Scherbaum deshalb Klage gegen den Abzug jener sechs Punkte einlegen, die nach einem UEFA-Urteil vor Kurzem ausgesprochen worden waren. Danach sollen die 22 Zähler Abzug aus dem Bundesliga-Urteil bekämpft werden. Außerdem wird, das bestätigte auch Sticher, ein ordentliches Gericht angerufen. "Ein Punkteabzug während eines Zwangsausgleich-Verfahrens, das ist Gläubiger-Schädigung", so Sticher.
Die Bundesliga-Bescheide, in denen die Punkteabzüge begründet sind, sind natürlich nur den Zuständigen zugänglich. "Im Wesentlichen steht aber drin, dass der GAK die Bundesliga getäuscht haben soll", so Sticher, der das absolut nicht nachvollziehen kann. Als "sehr suspekt" bezeichnete Sticher auch den zeitlichen Ablauf. "Wir haben am 15. März eine Stellungnahme dazu abgegeben, wir sind dazu nicht mehr befragt worden und am 16. März ist bereits der Entscheid gefällt worden. Zugestellt worden ist er erst diesen Montag (26.3./Anm.). Das ist mir unerklärlich."
(apa/red)
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