Der Tag der Weltrekorde: Bei Schwimm-WM in Melbourne purzelten gleich drei Rekorde!
- Gold für Peirsol, Phelps, Coughlin und Pellegrini
- Auch Jukic mit neuem österreichischem Rekord

·Melbourne: Rogan im
100m Rücken-Finale
Mit 53,98 Sekunden auch österreichischer Rekord
·Schwimm-WM: Laure Manaudou holt 1. Gold
Große Überraschung
durch Südkoreaner Park
·Programm und Team bei der Schwimm-WM
Bisherige OSV-Medaillen bei Weltmeisterschaften
·Rod Laver Arena: Ein Stadion mit Geschichte
Platz für 11.000 Zuseher.
Wasser wiederverwertet
Die USA haben am Dienstag bei der WM in Melbourne groß abgeräumt. Neben vier von fünf möglichen Goldmedaillen erzielten die US-Schwimmer auch gleich drei neue Weltrekorde. Neben den Verbesserungen der eigenen Bestmarken durch Aaron Peirsol und Natalie Coughlin über 100 m Rücken, eroberte Michael Phelps auch den Weltrekord über 200 m Kraul.
Phelps holte damit zwar seine dritte Goldmedaille von Melbourne, trauerte aber einmal mehr einem direkten Duell mit Thorpe nach. "Ich wollte immer gegen ihn schwimmen. Ich wollte ihn nicht auf diese Weise schlagen", versicherte der Rekordweltmeister. "Ich bin fast ein bisschen enttäuscht." Phelps hatte die Konkurrenz zu Statisten degradiert. Olympiasieger Van den Hoogenband verlor als Zweiter bereits fast 2,5 Sekunden.
Während Peirsol als erster Mensch unter der 53-Sekunden-Schallmauer blieb, verbesserte Coughlin ihren eigenen Weltrekord auf 54,44 Sekunden. "Ich bin dem Rekord fast fünf Jahre nachgelaufen", erklärte die Olympiasiegerin, die ihre alte Bestmarke 2002 in Fort Lauderdale aufgestellt hatte. Im selben Rennen erzielte die zweitplatzierte Französin Laure Manaudou in 59,87 Europarekord. Unmittelbar danach belegte die 20-Jährige mit dem Mammutprogramm über 1.500 m Kraul Platz acht, ehe sie als Semifinal-Fünfte in den Endlauf über 200 m einzog.
Für den vierten Weltrekord des Tages sorgte die Italienerin Federica Pellegrini, die die 200 m Kraul bereits im Semifinale in 1:56,47 Minuten schwamm. Die Italienerin löschte damit die alte Weltbestzeit der Deutschen Franziska van Almsick von der EM 2002 in Berlin um 0,17 Sekunden aus. Neue Europarekorde erzielten außerdem noch die Ukrainerin Anna Klistunowa auf dem Weg zu Bronze über 100 m Brust und die Schweizerin Flavia Rigamonti auf dem Weg zu Silber über 1.500 m Kraul.
Auch neuer österreichischer Rekord
Dinko Jukic hat bei der Schwimm-WM in Melbourne einen Rekord gebrochen, der älter ist als er selbst. Der 18-jährige Wiener blieb als 22. im Vorlauf über 200 Meter Delfin in 1:59,63 als erster Österreicher unter zwei Minuten, verpasste damit aber den Sprung ins Semifinale. Den alten österreichischen Rekord von 2:00,93 hatte der Salzburger Reinhold Leitner am 3. August 1988 aufgestellt.
Der Jugend-Weltmeister verbesserte seine persönliche Bestzeit (2:01,33) um fast zwei Sekunden. "Das ist wirklich super. Die Zeit ist genau das, was ich mir vorgenommen habe", erklärte der jüngere Bruder von Ex-Europameisterin Mirna Jukic. Auf das Semifinale der besten 16 fehlten ihm damit weniger als zwei Sekunden.
Vorlauf-Bestzeit erzielte US-Superstar Michael Phelps in 1:55,78, Jukic war der elftschnellste Europäer. "Ich freue mich schon auf die nächsten Europameisterschaften. Dort will ich ins Finale", sagte der Allrounder, der als Sieger seines Vorlaufes den ältesten noch gültigen Langbahn-Rekord aus der Datenbank des OSV löschte. Am Vormittag des dritten WM-Tages fiel damit bereits der vierte OSV- Rekord nach den Bestmarken von Markus Rogan über 100 m Rücken und Dominik Koll über 200 und 400 m Kraul.
An Nummer fünf schwamm der Oberösterreicher David Brandl über 800 m Kraul in 8:05,48 relativ deutlich vorbei. Der 19-Jährige, dessen Bestzeit bei 8:02,94 steht wurde im Rennen von Rückenproblemen behindert und belegte Platz 20. WM-Debütant Florian Janistyn schwamm in 8:14,26 Minuten auf Rang 29.
Ex-Europameister Maxim Podoprigora, der seinem Klubkollegen Dinko Jukic am Vortag noch die Haare kurz rasiert hatte, belegte über 50 m Brust in der ansprechenden Zeit von 28,91 Sekunden Platz 35. (apa/red)
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