Montag, 2. April 2007

Im Kampf gegen Klimawandel: US-Senat stimmt für internationale Verhandlungen

  • Bush in Resolution zu Teilnahme aufgefordert
  • Gesetze zum Kohlendioxidausstoß in Vorbereitung

Der außenpolitische Ausschuss des US-Senats hat die Regierung von Präsident George W. Bush in einer Resolution aufgefordert, sich international an Verhandlungen zum Kampf gegen den Klimawandel zu beteiligen. Dies sei der erste Beschluss des neuen Kongresses zur Klimapolitik und Ausdruck des geänderten politischen Klimas in Washington seit den letzten Wahlen, erklärten der demokratische Senator Joseph Biden und der Republikaner Dick Lugar.

Die weltweite Erwärmung und die möglichen Reaktionen darauf seien eines der wichtigsten Themen dieses Kongresses, sagte Biden. Im Repräsentantenhaus sind mehrere Gesetze in Vorbereitung, mit denen Maßnahmen zur Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes beschlossen werden sollen. Ob Bush solche Gesetze unterzeichnen wird, ist aber noch unklar.

121 Millionen Euro für Wiederaufforstung bereit
Die australische Regierung stellt im Rahmen ihrer Bemühungen im Kampf gegen den weltweiten Klimawandel 200 Millionen australische Dollar (121,0 Mio. Euro) für Wiederaufforstungen in Südostasien bereit, wie Ministerpräsident John Howard ankündigte. Mit dem Geld solle die Abholzung in Südostasien und besonders im benachbarten Indonesien halbiert werden.

Dies sei effektiver als das Kyoto-Protokoll, erklärte Howard. Australien, das weltweit einer der pro Kopf größten Produzenten von Treibhausgasen ist, hat wie die USA das Klimaabkommen nicht unterzeichnet.

Howard erklärte, die Zerstörung der Wälder sei für rund 20 Prozent der Treibhausgase verantwortlich. Er lud Deutschland, Großbritannien und die USA ein, sich dem Fonds anzuschließen, der von der Weltbank verwaltet werden soll. Kritiker warfen Howard Heuchelei vor. Er unternehme nichts gegen die Abholzung der Wälder in Australien, sondern verlege seine Aktivitäten ins Ausland.

(apa/red)

2.4.2007 21:13