Terror im Irak richtet wieder verheerendes Blutbad an: 178 Tote nach Anschlagsserie
- Opfer zumeist einfache Menschen beim Einkaufen
- Angriffe richteten sich gegen Schiiten-Wohngebiet
·USA: Senat verlangt Irak-Truppenabzug
51 zu 47 Stimmen dafür: Bush droht mit Einspruch
·Doch keine Waffen aus Österreich im Irak
USA bestätigen Bericht britischer Zeitung nicht
·Irak: Polizisten mit blutigem Rachefeldzug
Massenerschießungen fordern dutzende Tote
·45 Tote bei Bomben-Anschlag im Nordirak
Stadt Tal Afar galt bisher als Bushs Musterbeispiel
·Ereignisse im Irak seit der US-Invasion
KLICKEN: Chronologie
der wichtigsten Eckpunkte
·Kinder des Krieges: Albträume, Tod & Leid
NEWS: Eine Generation im Irak wird traumatisiert
Eine Serie von blutigen Anschlägen in mehreren irakischen Städten hat mindestens 178 Menschen das Leben gekostet. Die Terrorangriffe richteten sich zumeist gegen schiitische Wohngebiete. Opfer waren vielfach einfache Menschen, die für das Wochenende einkaufen wollten.
In Bagdad rissen zwei Selbstmordattentäter mindestens 79 Menschen in den Tod. 81 Bewohner wurden verletzt. Die Täter zündeten ihre am Leib getragenen Bomben am Eingang und im Zentrum des Shalal-Marktes.
Etwa zur gleichen Zeit explodierten drei Autobomben in Khalis, 80 Kilometer nördlich von Bagdad. Dort kamen mindestens 43 Menschen ums Leben, 86 wurden verletzt. Bei der ersten Explosion fuhr ein Autofahrer sein mit Sprengstoff präpariertes Fahrzeug in eine Menschenmenge auf einen dicht gedrängten Markt. Im Abstand von jeweils fünf Minuten danach explodierten zwei weitere Autobomben, die offenbar gezielt Sanitäter und Schaulustige töten sollten.
Auf dem Markt herrschte ein besonders starker Andrang, weil dort zum ersten Mal seit sechs Monaten Mehlrationen der Regierung erwartet wurden. Khalis liegt in der Provinz Diyala nördlich von Bagdad. Dort kommt es seit einigen Monaten immer wieder zu Kämpfen zwischen sunnitischen Aufständischen, schiitischen Milizionären und US- amerikanischen sowie irakischen Truppen. (apa/red)
Deutsche Sklavin befreit14:01
Frau schildert ihr Leid19-Jährige nach acht Jahren gerettet - Mutter soll von Martyrium gewusst haben
Nachbeben in Italien20:01
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien
