Entwarnung durch US-Streitkräfte: Doch keine österreichischen Waffen im Irak
- Bericht von britischer Zeitung bestätigt sich nicht
- 100 Gewehre wurden bei Razzia in Bagdad gefunden
·USA: Senat verlangt Irak-Truppenabzug
51 zu 47 Stimmen dafür: Bush droht mit Einspruch
·Irak: Polizisten mit blutigem Rachefeldzug
Massenerschießungen fordern dutzende Tote
·45 Tote bei Bomben-Anschlag im Nordirak
Stadt Tal Afar galt bisher als Bushs Musterbeispiel
·Ereignisse im Irak seit der US-Invasion
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der wichtigsten Eckpunkte

"Im Irak wurden keine österreichischen Waffen gefunden", erklärte ein hoher Offizier des US Central Command gegenüber der "Wiener Zeitung". "Es hat zwar entsprechende Gerüchte gegeben, diese Gerüchte haben sich aber nicht bestätigt", sagte Lieutenant Commander Scott Miller. Nähere Details wurden vorerst nicht bekannt.
Der "Daily Telegraph" hatte im Februar berichtet, dass mehr als 100 Scharfschützengewehre des Typs HS50 bei Razzien der US-Truppen in Bagdad gefunden wurden. Die Waffen stammten angeblich aus einer Lieferung, die 2005 mit Genehmigung der österreichischen Regierung an Sicherheitskräfte des Iran gegangen war.
Politisch brisant war der Fall dadurch geworden, dass England und die USA das Geschäft mit dem Iran kritisiert hatten. Beide waren der Ansicht, die Waffen könnten in die Hände von Terroristen im Irak geraten. Die Zeitungsmeldung schien diese Befürchtung und das von den USA verhängte Embargo gegen Steyr-Mannlicher zu bestätigen. Dieses Embargo soll übrigens Ende dieses Jahres auslaufen.
Irak: Wieder zahlreiche Tote durch Anschläge
Unterdessen sind bei einem doppelten Selbstmordanschlag in Bagdad nach Angaben aus Polizeikreisen etwa 60 Menschen getötet worden. Dutzende weitere Personen seien bei der Detonation auf einem Markt im vorwiegend schiitischen Bezirk Shaab verletzt worden, hieß es. Offenbar hatten sich zwei Selbstmordattentäter auf dem belebten Markt in die Luft gesprengt.
Etwa zur gleichen Zeit explodierten drei Autobomben in Chalis, 80 Kilometer nördlich von Bagdad. Dort kamen nach Polizeiangaben mindestens 43 Menschen ums Leben, 86 wurden verletzt.
Bei der ersten Explosion fuhr ein Autofahrer sein mit Sprengstoff präpariertes Fahrzeug in eine Menschenmenge auf einem mit Einkäufern dicht gedrängten Markt. Im Abstand von jeweils fünf Minuten danach explodierten zwei weitere Autobomben, die offenbar gezielt Sanitäter und Schaulustige töten sollten. (apa/red)
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