Grausamer Tierschmuggel in Malaysia:
240 Schildkröten verenden auf Fischerboot
- Polizei stoppt Fischer nach wilder Verfolgungsjagd
- Tier wahrscheinlich zum Verzehr in China bestimmt

Nach einer wilden Verfolgungsjagd im südchinesischen Meer hat die malaysische Marine ein chinesisches Fischerboot mit 260 geschmuggelten Schildkröten an Bord aufgebracht. Nur 20 der Tiere hätten noch gelebt, berichtete die Zeitung "Star". 17 Fischer seien festgenommen worden. Die Marine hatte zuvor bereits an gleicher Stelle - vor der Küste von Sabah im malaysischen Nordteil der Insel Borneo - ein chinesisches Boot mit 71 geschützten Schildkröten gestoppt.
Die beschlagnahmten Schildkröten waren alle geschützt, darunter Karettschildkröten, die in China als Delikatesse gelten. Ein kleines Exemplar ist nach Angaben der Zeitung auf dem Schwarzmarkt etwa 250 Euro wert.
Das Patrouillenboot brachte das verdächtige chinesische Fischerboot am Mittwoch auf. Der Kapitän ignorierte die Aufforderung zum Anhalten, drehte stattdessen die Motoren auf und versuchte, zu entkommen. Die Marine feuerte mehrere Warnschüsse ab, ehe sie das Boot zum Stoppen brachte. (apa/red)
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