Montag, 2. April 2007

Reise in Fernen Osten: Fischer besucht als erster österreichischer Präsident Südkorea

  • Treffen mit Staatspräsident Roh Moo-hyun steht an
  • Bombendrohung gegen Hotel unseres Präsidenten

Bundespräsident Heinz Fischer trifft in Seoul mit dem südkoreanischen Staatspräsidenten Roh Moo-hyun zusammen. Gesprächsthemen werden dabei neben den problemfreien bilateralen Beziehungen auch das Verhältnis Südkoreas zur EU und die Lage auf der koreanischen Halbinsel sein, nachdem Nordkorea am 13. Februar einem schrittweisen Ausstieg aus seinem Atomprogramm zugestimmt hatte.

Zuvor legt Fischer am "Memorial Tower" auf dem Nationalfriedhof einen Kranz nieder und besucht den Elektronikkonzern Samsung.

Anschließend besuchte er den ehemaligen zentralen Königs- bzw. Kaiserpalast Gyeongbuk-gung (die koreanischen Könige führten ab 1895 den Kaisertitel, bis ihr Reich 1910 von Japan unterworfen und annektiert wurde) und machte einen Spaziergang durch die bekannte Einkaufsstraße Insa-dong.

Es ist dies der erste Staatsbesuch eines österreichischen Bundespräsidenten in dem ostasiatischen Land.

Bombendrohung gegen Fischers Hotel
Gegen das "Grand Hyatt-Hotel" in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul ist eine Bombendrohung ausgesprochen worden. In dem Hotel ist auch Bundespräsident Heinz Fischer im Rahmen seines dauernden Staatsbesuchs untergebracht. Fischer und die Medienvertreter wurden von Botschafter Alexander Grubmayr, Protokollchef in der Präsidentschaftskanzlei, von dem Vorfall informiert.

Die Drohung richtete sich freilich nicht gegen den Besuch des Bundespräsidenten in Südkorea. Hintergrund waren vielmehr die im "Grand Hyatt" stattfindenden Freihandelsgespräche zwischen den USA und Südkorea.


(apa/red)

2.4.2007 14:23