Neuer Fall von Kindesvernachlässigung in Deutschland: Eltern ließen Baby verhungern
- Totes Kind hatte nur noch Hälfte des Normalgewichts
- Familie litt laut Behörden nicht an finanzieller Not
Ein 33 Jahre alter Handwerker und seine 21 Jahre alte Frau aus dem deutschen Bromskirchen in Nordwesthessen haben ihre einjährige Tochter verhungern und verdursten lassen. Als die Mutter das Kind zu einer Ärztin brachte, war es bereits tot. Das ergab die Obduktion des Kindes, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Marburg mitteilten.
Wann genau das Mädchen starb, war zunächst nicht bekannt. Das 14 Monate alte Mädchen habe nur noch sechs Kilo gewogen und damit die Hälfte des normalen Gewichts gehabt. Verletzungen oder Spuren von Misshandlungen fanden die Gerichtsmediziner nicht.
Die Eltern des Kindes, die nach Erkenntnissen der Polizei Cannabis und Amphetamine nahmen, sitzen in Untersuchungshaft. Ihnen wird Totschlag durch Unterlassen vorgeworfen. Über die Aussagen der Eheleute in den polizeilichen Vernehmungen wollten die Ermittler zunächst nichts mitteilen.
In dem ehemaligen Bauernhaus, das die Familie am Ortsrand bewohnte, herrschten nach Angaben der Polizei "chaotische Zustände". Die beiden Hunde, die in dem völlig verwahrlosten Haus gehalten werden, seien aber wohl genährt. Finanzielle Not habe die Familie nicht gelitten.
(apa/red)
Deutsche Sklavin befreit14:01
Frau schildert ihr Leid19-Jährige nach acht Jahren gerettet - Mutter soll von Martyrium gewusst haben
Nachbeben in Italien20:01
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien
