'Moralisch verwerflich': Abtreibungsgegner
halten Vorträge an steirischen Schulen
- Ländesrätin Vollath warnt vor Aktivitäten des Vereins
- "Jugend für das Leben": Pille ist "Frühabtreibung"

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Neue Aufregung über den Verein "Jugend für das Leben". Die für die Jugend zuständige steirische Landesrätin Bettina Vollath (S) will die Vorträge mit zweifelhaftem Inhalt von den radikalen Abtreibungsgegnern an Pflichtschulen verhindern. Auch die Diözese will die Tätigkeiten des Vereins nun kirchenintern prüfen. Abtreibungen egal zu welchem Zeitpunkt werden in den Vorträgen für Schüler als moralisch verwerflich dargestellt und die Verhütung mit der Pille als "Frühabtreibung" bezeichnet.
In einem Brief an alle steirischen Pflichtschulen warnt Vollath jetzt vor den Aktivitäten des Vereins und empfielt, die Organisation nicht mehr zu Vorträgen einzuladen: "Die Botschaften, die hier vermittelt werden, arbeiten nicht mit reiner Information, sondern es ist gefärbte Information. Es wird den jungen Leuten vermittelt, dass sie, wenn sie abtreiben - unter welchen Voraussetzungen auch immer - dass sie etwas Negatives, etwas Schlechtes, etwas moralisch Verwerfliches tun. Das kann es nicht sein, wir haben die Fristenlösung - das ist bei uns Gesetzeslage. Junge Menschen brauchen Stärkung, damit sie in dem Moment, wo es darauf ankommt, die richtige Entscheidung treffen und diese auch treffen können."
Der Verein mit dem harmlosen Namen sorgt - wie auf networld.at berichtet - auch mit seinem Abtreibungs-Folder für Kontroversen. Darin werden die Folgen einer Vergewaltigung mit den Worten "Die Vergewaltigung hätte ich noch verkraftet - aber die Abtreibung war zuviel" verharmlost.
Auch in der Diözese ist man bereits hellhörig geworden. Auf Anfrage des ORF wurde bestätigt, dass die Tätigkeit des Vereins nun auch kirchenintern überprüft werde.
(red)
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