Freitag, 1. Juni 2007

Saftige Steigerung in Kraft: Wien erhöhte Preise für Öffi-Verkehr um satte 10 Prozent

  • Einzelfahrschein kostet jetzt 1,70 statt 1,50 Euro
  • Auch VOR-Tickets teurer: Im Durchschnitt um 3,6%

Die öffentlichen Verkehrsmittel in Wien und im Verkehrsverbund Ostregion (VOR) sind teurer geworden. Die Fahrscheinpreise der Wiener Linien sind um durchschnittlich 9,9 Prozent gestiegen.

Der Einzelfahrschein im Vorverkauf kostet nun 1,70 Euro (statt bisher 1,50 Euro) - das entspricht einer Erhöhung von 13,3 Prozent. Die Jahreskarte steigt bei Einmalzahlung auf 449 Euro, bei Teilzahlung auf 458 Euro (jeweils plus 9,8 Prozent). Die Wochenkarte kostet ab sofort 14 Euro (plus 12 Prozent), die Monatskarte 49,50 Euro (plus 10 Prozent). Nicht erhöht werden die Tarife für Sozialpassbezieher. Die Fahrscheinpreise stiegen zuletzt 2002. Künftig soll es schon bei einer dreiprozentigen Indexsteigerung zu Erhöhungen kommen. Bereits gekaufte Einzelfahrscheine oder Streifenkarten können noch bis 30. Juni 2007 benützt werden, Jahreskarten gelten weiter.

Teurere Fahrscheine auch im VOR
Bus und Bahn wurden auch im Wiener Umland deutlich teurer. Beim Verkehrsverbund Ostregion (VOR) stiegen die Preise für Zeitkarten um durchschnittlich 3,6 Prozent an. Der Preis für einen Einzelfahrschein erhöhte sich im Gleichklang mit Wien von 1,50 Euro auf 1,70 Euro je Zone. Jahreskarten, deren Gültigkeitsbeginn vor dem 1. Juni 2007 liegt, sind von der Tarifänderung noch nicht betroffen.

Im VOR spricht man von einer moderaten Erhöhung. Die Anhebung der Einzelfahrschein-Preise sei schon alleine wegen des einheitlichen Verbundtarifes und der durchgehenden Abfertigungsmöglichkeit notwendig.

Außerdem argumentiert der Verkehrsverbund mit einer Reihe von Neuerungen. Unter anderem verweist der VOR auf den neuen 15-Minuten-Takt von 22:00 bis 24:00 Uhr zwischen Liesing und Meidling, Nachtschnellbahnen in Wien am Wochenende, eine stündliche Verbindung nachts in den Sommermonaten auch zum Flughafen. Darüber hinaus seien auch eine Reihe neuer Pendlerzüge eingeführt worden, etwa nach Laa an der Thaya, wo die Strecke jetzt elektrifiziert ist, und zwischen Wien und Krems. Und auch die Bus-Flotte habe 2006 um 120.000 km mehr zurückgelegt als noch 2005, so der VOR.

(apa/red)

1.6.2007 20:21