Heuer Hochbetrieb in den Hühnernestern: Österreicher 'pecken' 50 Millionen Ostereier
- Regenbogenfärbung und kräftige Töne im Trend!
- Oberösterreicher vertreibt verzierte Eier im Internet
50 Mio. Ostereier lassen sich jedes Jahr die Österreicher schmecken. Der Osterhase greift schon länger nicht mehr nur in die klassischen Farbtöpfe und pinselt die ovalen Köstlichkeiten rot, gelb, blau oder grün an. Regenbogenfärbung und kräftige Töne liegen mittlerweile besonders im Trend, weiß man bei der Landwirtschaftskammer Oberösterreich.
Mit gut abgelegenen Eiern gelingt das Färben am besten. Nach dem Kauf sollten sie einige Tage bei warmer Temperatur gelagert werden, so Adalbert Schäffler, selbst Inhaber eines Färbebetriebs und Obmann des Landesverbandes landwirtschaftlicher Geflügelwirtschaft. Woher die erworbenen Eier stammen, lässt sich am aufgedruckten Stempel ablesen. Produkte, die bereits gefärbt gekauft werden, tragen das so genannte Ovum-Zeichen oder die Österreich-Schleife.
Österreich hat sich dazu verpflichtet, bereits ab 2009 keine Tiere mehr in Käfigen zu halten. Ab 2012 ist die Käfighaltung EU-weit verboten. Im Lebensmittelhandel werden bereits seit Beginn des Jahres keine Eier mehr aus dieser Form der Haltung verkauft. Der oberösterreichische Agrarlandesrat Josef Stockinger appellierte in einer Pressekonferenz am Montag in Linz an die verarbeitende Industrie, auch verstärkt auf die tierfreundlichere Produktion zurückzugreifen: "Dann werden die Ostereier künftig noch schöner glänzen."
Die Umstellung auf die käfiglose Haltung kostet die Landwirte 30 bis 40 Euro pro Huhn. Die Kosten für den Ausstieg müssten sich die Eierproduzenten auch verdienen, betonte der stellvertretende Obmann der Erzeugergemeinschaft "Frischei", Franz Karlhuber: "Damit sich Investitionen und Arbeit lohnen, brauchen wir eine Preisanpassung." Tiergerechtigkeit und Käfigausstieg sollten den Käufern 1 Cent pro Ei mehr wert sein, so Karlhuber. Österreich deckt den heimischen Bedarf an Eiern derzeit zu rund drei Viertel mit inländischer Ware ab.
Ausgeblasene und mit verzierte Eier vertreibt der Oberösterreicher Gottfried Anderwald aus Ebensee (Bezirk Gmunden) seit einigen Jahren im Internet. Der Gastronom sprach auf Anfrage der APA bescheiden von "einer Art Hobby", die kleinen Kunstwerke sind aber auch in den USA und Japan gefragt. Zum Pinsel greift nicht nur Anderwald selbst, sondern die gesamte Familie. Unter http://www.ostereier.at können die Eier bestellt werden. (APA/red)
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