Montag, 26. März 2007

Erschreckende Bilanz trotz mildem Winter: Massive Zunahme bei den Verkehrstoten

  • 119 Menschen kamen heuer auf Straßen ums Leben
  • Alkohol am Steuer gilt nach wie vor als Hauptursache

Eine deutliche Steigerung der Verkehrstoten in diesem Jahr zeigt die Unfallstatistik des Innenministerium. Bis 25. März waren auf Österreichs Straßen 119 Menschenleben zu beklagen, im Vergleichszeitraum 2006 verunglückten nach endgültigen Zahlen 98 Personen tödlich. Das entspricht einer Steigerung von etwas über zwanzig Prozent. Dieser Trend könnte aber auch darauf zurückzuführen sein, dass im Vergleich zum Vorjahr heuer extrem mildes Wetter herrschte.

In der Vorwoche starben 15 Menschen bei Verkehrsunfällen, neun davon allein am Wochenende. Einen besonders hohen Blutzoll entrichtete dabei Niederösterreich, wo gleich acht Menschen starben. In der Vergleichswoche des Vorjahres gab es nur neun Verkehrstote

Der spektakulärste Unfall der Vorwoche ereignete sich in Dörfles im Bezirk Neunkirchen. An einem unbeschränkten Bahnübergang der Puchberger Strecke krachte ein mit vier Personen besetzter Pkw gegen einen Regionalzug. Das Auto wurde 100 Meter weit mitgeschleift und förmlich zermalmt - alle vier Insassen starben.

Alkohol als Hauptursache
Bei den tödlichen Verkehrsunfällen der Vorwoche verloren sieben Pkw-Lenker, sechs Pkw-Insassen, ein Moped-Lenker und ein Fußgänger ihr Leben. Als Hauptunfallursachen wurde überhöhte Geschwindigkeit und Überholen festgestellt. Bei drei Unfällen war Alkohol mit im Spiel.

(apa/red)

26.3.2007 13:38