Mutter hatte nicht den Mut für Selbstmord: Sohn versuchte sie auf Verlangen zu töten
- Drei Mord-Versuche des erst 17-Jährigen scheiterten
- 44-Jährige überlebte Fön und Radio in der Badewanne
Unter dem Verdacht versuchter Tötung auf Verlangen ist ein 17-Jähriger aus dem Bezirk Mödling festgenommen und in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert worden. Laut NÖ Sicherheitsdirektion hatte seine an Depressionen leidende Mutter Selbstmord begehen wollen. Da sie aber nicht den Mut dazu hatte, habe sie ihn um Hilfe gebeten. In der Folge scheiterten drei Versuche.
Die 44-Jährige legte sich in die gefüllte Badewanne, während der Beschäftigungslose den FI-Schalter durch Festkleben außer Betrieb setzte. Anschließend warf er ein eingeschaltetes Radio ins Wasser. Als dies wirkungslos blieb - das Radio lief weiter -, ließ der 17-Jährige einen eingeschalteten Fön hineinfallen. Als lediglich das Gerät kaputtging, versuchte es der Sohn mit einem zweiten Fön.
Nachdem die Frau immer noch am Leben war, forderte der Verdächtige sie auf, sich vor die Badewanne zu knien. Anschließend sprang er ihr mit gestrecktem Bein ins Genick. Dabei erlitt sie Verletzungen im Gesichts- und Nackenbereich, blieb jedoch bei Bewusstsein. Danach verließ ihr Sohn die Wohnung und ließ die Mutter allein zurück.
Am folgenden Tag suchte die 44-Jährige ihre in der Nähe wohnende 20-jährige Tochter auf und erzählte ihr von dem Vorfall, worauf diese die Rettung und Polizei verständigte. Die Verletzte wurde einer ärztlichen Behandlung zugeführt, der 17-Jährige zeigte sich geständig.
(apa/red)
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