Mysteriöser Mord in Floridsdorf geklärt:
41-jähriger Wiener fiel Komplott zum Opfer!
- Laut Polizei Ehefrau, Stiefsohn & Großmutter beteiligt
- Opfer angeschossen und mit Feuerlöscher erschlagen

Ein seit vier Wochen geplantes Mordkomplott durch Ehefrau, Stiefsohn und Schwiegermutter des Opfers soll hinter demin Wien-Floridsdorf verübten Mord an einem 41-jährigen Arbeiter stecken. Die 34-Jährige und der 17-jährige Stiefsohn hätten Andreas H. in seiner Wohnung aufgelauert und erschlagen, berichtete Major Gerhard Winkler von der Kriminaldirektion 1 bei einer Pressekonferenz in Wien. Auch die Schwiegermutter des Mannes war demnach an der Tat beteiligt. Sie soll die Pistole besorgt haben, mit der auf den Arbeiter geschossen wurde, und bei der Beseitigung der Spuren am Tatort geholfen haben. Alle drei sind in Haft.
Seit Jahren aufgestaute familiäre Probleme hätten die Beteiligten auf die Idee gebracht, den 41-Jährigen zu beseitigen, so die Ermittler. Der Mann galt als zurückgezogener Eigenbrötler und habe seine beiden Stiefsöhne im Alter von 15 und 17 Jahren nicht so akzeptiert, wie seine Frau sich das gewünscht habe, erklärte Winkler. Die 34-Jährige habe zudem befürchtet, dass der gemeinsame achtjährige Sohn bei einer Scheidung Andreas H. zugesprochen werden könnten. Von Gewaltakten oder anderen massiven Auffälligkeiten in der zehn Jahre dauernden Ehe ist laut Ermittlern nichts bekannt.
"Familienbeschluss" zur Ermordung
In einem gemeinsamen "Familienbeschluss" sei bereits vor etwa einem Monat die Entscheidung gefallen, den Wiener zu töten, berichtete Winkler. Nach Überlegungen, einen Killer zu engagieren, hätte sich schließlich der 17-jährige Stiefsohn bereit erklärt, den 41-Jährigen zu ermorden. Bereits vor zwei Wochen habe der Schüler mehrmals versucht, seinem Stiefvater mit einer Pistole aufzulauern. Dabei sei der Bursch allerdings gestört worden, auch der Mut habe ihn verlassen.
Gemeinsam mit seiner Mutter habe der 17-Jährige schließlich den Stiefvater in seiner Wohnung in der Bubergasse erschlagen. Die Tat war sorgfältig geplant: Um einen Einbruch vorzutäuschen, haben die beiden laut Erkenntnissen der Polizei Wertgegenstände wie Schmuck aus der Wohnung entfernt und auf die Heimkehr des ahnungslosen 41-Jährigen von seiner Arbeitsstelle gewartet.
Tatwaffen: Von Pistole bis Feuerlöscher
Als der Wiener gegen 14.00 Uhr nach Hause kam, soll der 17-Jährige drei Mal auf seinen Stiefvater geschossen haben. Den Arbeiter traf allerdings nur eine Kugel in den Oberschenkel. Mit verschiedenen Gegenständen - einem Baseballschläger und einem Feuerlöscher - habe der Minderjährige auf den Mann eingeschlagen. Auch die Frau habe dies versucht, die wesentlichen und tödlichen Hiebe seien allerdings vom Stiefsohn gekommen, erklärte Winkler. Zusätzlich wurde auf den Mann mit einem Küchenmesser eingestochen.
Nach der Tat sollen Mutter und Sohn mit Hilfe der 53-jährigen Schwiegermutter die Tatwaffen entfernt und in einem Keller eines Bekannten versteckt haben. Dieser soll für die Großmutter die Pistole besorgt haben. Von dem Mordplan und dem Waffenversteck hatte er laut Polizei allerdings nichts gewusst. (apa/red)
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