Donnerstag, 22. März 2007

Rotes Kreuz wünscht sich "Rettungsgasse": Autos sollen Einsatzkräften Weg frei machen

  • Bei Stau soll so das Durchkommen erleichtert werden
  • In Deutschland und der Schweiz gesetzlich verankert

Obwohl Einsatzfahrzeuge grundsätzlich Vorrang haben, kommt es immer wieder vor, dass Pannenstreifen von ausweichenden Autos blockiert sind. Aus diesem Grund fordert das Rote Kreuz die Einführung einer "Rettungsgasse", wie sie bereits in Deutschland und der Schweiz üblich ist. In ihrem Vorhaben unterstützt wird die Organisation vom ÖAMTC.

Laut Rotem Kreuz wurde bereits in verschiedenen Gesprächen - auf ministerieller Ebene - dazu Bereitschaft signalisiert. Offensichtlich fehle aber noch immer der politische Wille, meinte die Organisation. In Deutschland und der Schweiz sei die "Rettungsgasse" schon gesetzlich als System verankert. Wenn sich ein Stau gebildet hat und Einsatzkräfte durchkommen müssen, weichen Pkw und Lkw jeweils an den rechten und linken Fahrbahnrand, so dass in der Mitte die Spur für Einsatz- und Rettungsfahrzeuge befahrbar bleibt.

Unterstützung vom ÖAMTC
"Die starken Schneefälle in Kärnten zeigten wieder einmal die Notwendigkeit einer gesetzlich vorgeschriebenen Rettungsgasse auf", meinte das Rote Kreuz. Über 1.000 stecken gebliebene Fahrzeuge bildeten einen mehrere Kilometer langen Stau. Trotz des sofortigen Einsatzes hatte das Rote Kreuz massive Schwierigkeiten, alle im Stau befindlichen Personen zu versorgen.

Strafen drohen
Abschließend erinnert der Club daran, dass unerlaubtes Befahren des Pannenstreifens zu einer Vormerkung im Führerscheinregister führen kann, wenn dadurch das Weiterkommen eines Einsatzfahrzeuges behindert wird. Der Rahmen für Geldstrafen reicht bis 2.180 Euro. (APA/red)

22.3.2007 12:49