Wickeln liegt fest in Händen der Mamas: Väter erweisen sich als wahre Windel-Muffel
- Arbeitsteilung wird erst mit Alter der Kinder besser!
In Österreich ist das Wickeln von Babys noch immer eine Domäne der Mütter. Besonders viele Wickel-Muffel unter den Vätern gibt es offenbar in Westösterreich. Je älter die Kinder werden, umso eher werden sie auch vom Vater trocken gelegt. Das ergab eine Studie im Auftrag des Forum Babyhygiene, für die Anfang 2007 228 österreichische Eltern befragt wurden.
68 Prozent der Befragten gaben an, dass die derzeit rund 200.000 Wickelkinder in Österreich hauptsächlich von der Mutter trocken gelegt werden. Lediglich ein Prozent der Eltern erklärte, die Nummer eins beim Wickeln sei der Vater. Bei 30 Prozent legen beide Elternteile gleich oft Windeln an. Je älter das Kind wird, umso besser funktioniert laut der Studie die Arbeitsteilung. Kinder über zwei Jahre werden fast ausgewogen von Vätern und Müttern gewickelt. Die Studienautoren führen das darauf zurück, dass Väter mit der Zeit mehr Übung hätten.
Wickel-Unwillen in Westösterreich
Am wenigsten wickeln laut der Umfrage Westösterreichs Väter. In Wien,
Niederösterreich und im Burgenland ist das Windeln-Anlegen für ein Drittel der befragten Eltern eine gemeinsame Aufgabe. In Salzburg, Tirol und Vorarlberg sind es nur noch 27 Prozent, die sich das Wickeln gerecht untereinander aufteilen.
Verschiedene Blickwinkel
Teilweise wird das Wickeln von Müttern und Vätern unterschiedlich beurteilt, denn die Angaben der Mütter stimmten nicht immer mit jenen der Väter überein. 78 Prozent der Mütter gaben an, sie kümmerten sich hauptsächlich ums Windeln-Anlegen, währen die Väter meinten, nur 57 Prozent der Mütter seien die Chefs am Wickeltisch. Die wohlriechende Aufgabe für gerecht verteilt hielten 41 Prozent der Väter, aber nur 22 Prozent der Mütter.
Laut der Studie gibt es nach wie vor auch Väter, die gar nicht wickeln. Dafür sind aber auch andere Familienmitglieder eine wichtige Stütze, 61 Prozent der Eltern gaben an, sie hätten diesbezügliche Hilfe. Väter wickeln laut der Umfrage auch darum seltener, weil ihnen häufig die Möglichkeit dazu fehlen, so sind etwa die häufig in Damentoiletten untergebrachten öffentlichen Wickeltische für Männer nicht zugänglich. (apa)

