Im NEWS-Interview: Verteidigungsminister Darabos rechnet mit Vorgänger Platter ab
- Darabos: "Lasse mir von Platter nichts unterschieben"
- Über Platters Arbeit: "Schlampig gearbeitet"
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NEWS veröffentlicht in seiner aktuellen Ausgabe ein Interview mit Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) zu den fehlenden Software-Lizenzen für die österreichischen Eurofighter.
Darabos geht dabei mit seinem Amtsvorgänger Günther Platter (ÖVP) hart ins Gericht. Platter hatte zuvor erklärt, die Lizenzen wären längst vorhanden, wenn er noch Verantwortung als Verteidigungsminister hätte. Darabos: "Ich lasse mir das vom Herrn Platter nicht mehr gefallen. Irgendwann ist Schluss mit lustig. Ich bin gerne bereit, eine politische Diskussion über Sinn und Unsinn von Eurofightern führen. Aber ich lasse mir von ihm sicher nicht unterschieben, dass ich etwas in zwei Monaten erreichen hätte können, was er in drei Jahren nicht zusammengebracht hat."
Auf die Frage, warum die Lizenzen nicht - wie im Kaufvertrag vereinbart - seit 30. Juni 2006 vorliegen, antwortet Darabos: "Platter hat ja sogar schon - unbemerkt von der Öffentlichkeit - seine Schuld eingestanden, indem er zugegeben hat, ein Memorandum of Understanding für die Lizenzen erst im November 2006 abgeschlossen zu haben. Die Chuzpe an der Geschichte: Noch im Jänner 2007, an einem seiner letzten Amtstage, hat er noch einmal wegen der Lizenz urgiert. Das zeigt wohl am besten, wo hier die Schuld zu suchen ist.
Zur Arbeit seines Vorgängers sagt Darabos: "Ich lasse mir von ihm sicher nicht sagen, dass ich gelogen hätte. Er hat das selbst zu verantworten. Meine Vorgänger haben offensichtlich insgesamt schlampig gearbeitet. Ich musste ja auch zwei Millionen Euro für die Versicherung unserer Piloten aufbringen, weil das nicht geregelt war. Es reicht mir als Eurofighter-Gegner ohnehin schon die Häme, dass ausgerechnet ich die Versäumnisse des Vorgängers ausbügeln muss. Da brauch ich mich nicht auch noch mit nachweislich falschen Vorwürfen herumschlagen."
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