Donnerstag, 22. März 2007

Schneller Auftauprozess: 500 Kilogramm schwere Riesenkrake soll in die Mikrowelle

  • Bei langsamem Auftauen würde Äußeres verwesen

Der vor einem Monat in der Antarktis gefangene Riesentintenfisch kommt vermutlich in die Mikrowelle - nicht etwa, um ihn zu kochen, sondern nur, um ihn wieder aufzutauen. Der Krake mit einem Gewicht von fast 500 Kilogramm und rund zehn Meter langen Fangarmen soll genauer untersucht werden, wie Wissenschafter des Museums Te Papa Tongarewa in Neuseeland mitteilten. Dazu muss er jedoch sehr schnell aufgetaut werden, weil sonst die Gefahr besteht, dass sein äußerer Körper verwest, während das Innere noch ein Eisblock ist.

Die Fischer, denen der Meereskoloss rein zufällig ins Netz ging, brauchten seinerzeit zwei Stunden, um ihn an Land zu bringen. Er wurde dann umgehend eingefroren, um ihn zu erhalten.

Es handelt sich Wissenschaftern zufolge um den größten Kraken, der jemals gefangen wurde. Seine Arme würden Tintenfischringe vom Ausmaß eines Lastwagenreifens abgeben. (apa/red)

22.3.2007 20:20