Trotz Milliardenaufträgen: US-Staranwalt Ed Fagan ist finanziell völlig abgebrannt!
- Jurist steht mit 9,4 Millionen Dollar in der Kreide
- Konkurs eingereich um drohende Klage abzuwenden
Ebbe im Portemonnaie trotz Milliardenklagen: US-Staranwalt Ed Fagan ist pleite. Er hat am 13. Februar in Florida Konkurs eingereicht, wie sein Schweizer Partner Norbert Gschwend einen Bericht der Zürcher "SonntagsZeitung" bestätigte. "Ed Fagan muss den Rücken frei haben. Dies war nur mit einem Konkursverfahren möglich", sagte Gschwend der Schweizer Nachrichtenagentur sda. Mit der Einreichung des Konkurses kam Fagan einem drohenden Konkursverfahren in New Jersey zuvor. Einen Tag später hätte er dort vor Gericht erscheinen müssen.
Gemäss der "SonntagsZeitung" steht Fagan bei 18 Gläubigern mit 9,4 Millionen Dollar (7,05 Mio. Euro) in der Kreide. Auch seinem Schweizer Partner schuldet der US-Anwalt drei Millionen Dollar, wie Gschwend gegenüber der sda bestätigte. Der Schweizer Partner bleibt aber zuversichtlich. Fagan habe fünf lukrative Fälle am Laufen. Diese könnten aber Jahre dauern.
Gschwend ist nach eigenen Angaben Ansprechpartner für alle Kunden Fagans in Europa. Dass er selbst kein Anwalt sei, sei dabei eher von Vorteil. Es seien oft ganz einfache Leute darunter. Für diese sei es oft angenehmer, mit einem Nicht-Anwalt zu sprechen.
Fagan ist auch in Österreich einer breiteren Öffentlichkeit mit zahlreichen Klagsvorhaben bekannt, unter anderem für NS-Opfer, die Opfer des Seilbahnunglücks von Kaprun, in der BAWAG-Affäre oder zuletzt durch eine Klage gegen den britischen Komödianten Sacha Baron Cohen, der mit seiner Kunstfigur Bruno Österreich diffamiert haben soll. In der Schweiz wurde Fagan berühmt mit seiner Sammelklage gegen Schweizer Großbanken im Zusammenhang mit dem Holocaust. Im Sommer 1998 kam ein 1,25 Milliarden Dollar schwerer Vergleich mit den Holocaust-Sammelklägern zustande. (apa/red)
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